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Seeburger Schule ist Auslaufmodell

Samtgemeinderat Seeburger Schule ist Auslaufmodell

Die Verbundschule Seeburg-Seulingen soll bleiben. Langfristig werden die Kinder aus Seeburg und Bernshausen aber in Seulingen zur Schule gehen, hat der Samtgemeinderat Radolfshausen entschieden.

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Lange Schatten: Die Tage der Seeburger Schule sind gezählt.

Quelle: IS

Seeburg/Seulingen. Ist für das kommende Schuljahr die Bildung von zwei ersten Klassen möglich – es müssen mehr als 26 Kinder sein, 25 sind derzeit angemeldet, soll eine Klasse in Seulingen, die andere in Seeburg eingeschult werden.

Bei Bildung von nur einer ersten Klasse sollen künftige Jahrgänge in Seulingen zur Schule gehen. Kinder, die schon in Seeburg zur Schule gehen, können ihre Grundschullaufbahn dort vollenden. Nach zwei Jahren der Diskussion ist der Samtgemeinderat nun zu diesem Schluss gekommen.

„Wir beraten dieses Thema nur aus einem einzigen Grund“, betonte Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Wucherpfennig (SPD): „Weil wir zu wenig Kinder haben.“ Der demografische Wandel gehe auch an der Samtgemeinde nicht vorbei.

Von Jahr zu Jahr sei gegen die Schließung der Schule in Seeburg angekämpft worden, sagte die Seeburgerin Marion Freckmann (CDU). Bernd Knöchelmann (CDU) aus Bernshausen kritisierte, dass die Eltern nicht ausreichend einbezogen worden seien. Bei einer Befragung von etwas mehr als 100 Eltern seien 96 dafür gewesen, den Standort Seeburg beizubehalten.

Freckmann forderte die vorgesehene Schulentwicklungsplanung der Samtgemeinde ein. Erst damit seien Entscheidungen möglich.

„Kurze Wege, kurze Beine“

Drei Möglichkeiten der langfristigen Planung kommen in Frage: Die drei Schulstandorte Ebergötzen, Seulingen und Waake bleiben, sie werden an einem der Orte zusammengeführt, oder es entsteht eine ganz neue Schule. Mit in die Planung einzubeziehen ist die Inklusion.
Langfristige Planungssicherheit wünschten sich die Eltern, betonte die Verwaltung.

Für die Schule in Seulingen sprächen die besseren räumlichen Bedingungen. Schon jetzt fahren die Seeburger Kinder  zum Sportunterricht ins Nachbardorf: In Seeburg gibt es keine Turnhalle.

Bis 2017 seien mit den vorliegenden Kinderzahlen einzügige Jahrgänge für die drei Standorte Seulingen, Waake und Ebergötzen gesichert. Danach könnte es auch für Ebergötzen und Waake sinnvoll sein, eine Verbundschule zu bilden. Die Abwendung von dem Wahlspruch „Kurze Wege, kurze Beine“ zugunsten von mehr Qualität hielt Johann-Karl Vietor (CDU) für richtig.

Der einzige anwesende Zuhörer betonte, dass die Politik reagieren müsse, wenn die Schüler weniger würden.

Nun hat der Samtgemeinderat entschieden. Ab 2015 sollen die Einschulungen an der Verbundschule Seeburg/Seulingen am Standort Seulingen erfolgen. Bis die langfristige Schulentwicklungsplanung steht, sind die drei Schulstandorte Ebergötzen, Seulingen und Waake zu erhalten. Gegen die Mehrheitsbeschlüsse stellten sich drei Seeburger Ratsmitglieder.

Von Ute Lawrenz

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