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Seulingen: Schützen vs. Bürgermeister 6:5

Durchgesetzt Seulingen: Schützen vs. Bürgermeister 6:5

Der Schützenverein hat sich durchgesetzt. Gegen den Willen und die rechtlichen Bedenken des Gemeindebürgermeisters übernimmt der Verein die Regie beim Ausbau des Festplatzes in Seulingen. Dieser soll pünktlich zum Schützenfest (22. bis 24. Juni) mit einer Teerdecke versehen sein.

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Der Schützenplatz in Seulingen

Quelle: Schauenberg

Seulingen. Die Entscheidung fiel denkbar knapp in einer von 50 Zuhörern – einige davon in Schützenuniform – besuchten Sitzung des Gemeinderates. Mit sechs zu fünf Stimmen votierte der Rat für einen Zuschussantrag des Schützenvereins: 8000 Euro aus der Gemeindekasse bekommen die Schützen, um damit den Schotterplatz im Weidental zu befestigen, 10 000 Euro aus Eigenmitteln steuert der Verein für die Maßnahme bei.

Bürgermeister Lars Denecke (CDU) argumentierte im Rat noch einmal gegen diese Lösung. Er wollte den Ausbau aus Haftungsgründen in Verantwortung der Gemeinde umsetzen. Nach der Abstimmung kündigte er an, den Ratsbeschluss von der Kommunalaufsicht prüfen zu lassen.

Davon unbeeindruckt erklärte Vereinsvorsitzender Klemens Halfter am Tag nach der Sitzung: „Die Zeit drängt. Wir bauen aus.“ Er werde ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragen. Halfter ist zuversichtlich, mit dem nun zur Verfügung stehenden Geld den Ausbau finanzieren zu können. Die 10 000 Euro des Vereins stammen von mehreren Spendern.

„Mit dem Geld können wir auch etwas anderes machen“

Mit Blick auf diese Summe hatte die CDU in der Ratssitzung noch einen Kompromissvorschlag präsentiert. Die Fraktion habe kontrovers diskutiert, erklärte Matthias Rink. „Wir geben Geld aus für eine Maßnahme, die zwei bis drei Tage im Jahr gebraucht wird“, die übrigen 362 Tage jedoch nicht, sagte er in Bezug auf das Schützenfest.

„Mit dem Geld können wir auch etwas anderes machen“, fügte er hinzu. Angesichts der Spende sei die Fraktion aber zu einem Entgegenkommen bereit. „Vorbehaltlich des zugesagten Zuschusses von 10 000 Euro durch Dritte“ baue die Gemeinde unter ihrer Regie aus und „gewährleistet, dass die Baumaßnahme zum diesjährigen Schützenfest termingerecht fertiggestellt wird“.

Das war nicht mehrheitsfähig. Fünf CDU-Ja-Stimmen standen fünf Nein-Voten der dreiköpfigen SPD-Fraktion und zweier CDU-Mitglieder entgegen, eine CDU-Ratsfrau enthielt sich – Vorschlag abgelehnt. Vor der Abstimmung über den ursprünglichen Zuschussantrag der Schützen machte Silvia Kellner (SPD) die Zustimmung der SPD deutlich.

Der Verein solle  wie bisher für die Instandhaltung des Festplatzes verantwortlich sein. Das sahen auch drei CDU-Mitglieder so, votierten mit Ja und machten die Mehrheit für den Schützen-Antrag – gegen fünf CDU-Nein-Stimmen – perfekt.

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