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Seulinger Schäferhündin Hasso und Lämmchen Lisa

Ungewöhnliches Mutterglück Seulinger Schäferhündin Hasso und Lämmchen Lisa

„Bist du bekloppt, der frisst es auf!“ – Die erste Schreck-Reaktion von Bekannten, wenn sich Schäferhündin Hasso auf Lämmchen Lisa stürzt, weicht schnell ungläubigem Staunen. Hasso schnappt nicht etwa zu, sondern leckt der schwächelnden Zippe übers Gesicht, verfolgt mit spitzen Ohren jede ihrer Bewegungen, lässt sie nicht aus den Augen, folgt ihr auf Schritt und Tritt.

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Von ihrer Schafsmutter verstoßen, von Schäferhündin Hasso begluckt, von Rotlicht gewärmt: Lämmchen Lisa wird im Pappkarton in Manegolds Küche aufgepäppelt.

Quelle: Lüder

Seulingen. Das Frühchen hat bei Hasso Beschützerinstinkte geweckt. Fremde, die sich dem Lämmchen nähern, werden angeknurrt. Dabei ist Hasso nicht einmal ein Hütehund, sondern hilft allenfalls dabei, Schafe zum Scheren zusammenzutreiben.

Die fünfjährige Hündin, die vor zwei Jahren zwölf Welpen auf einen Schlag geworfen hatte, hat gemeinsam mit ihrem Herrchen Stefan Manegold die Ziehmutterrolle für das von der leiblichen Mutter bislang nicht angenommene Schaf übernommen.

Der Seulinger Gärtnermeister hält sich wollige Shropshire-Schafe als Bio-Rasenmäher für Nadelbaumschonungen. Im Gegensatz zu allen anderen Schafsarten verbeißen sie keine Koniferentriebe und sind deshalb beliebte Helfer bei der Pflege von Weihnachtsbaumkulturen.

Das schwächlich-zittrige Lämmchen

Lisas Mutter wurde von der Herde separiert, als es Schwangerschaftskomplikationen gab. Der Tierarzt, der die Zippe und ihren Bockbruder am Valentinstag via Kaiserschnitt zur Welt brachte, hätte nicht erwartet, dass sie beide durchkommen.

Das zwei Kilo leichte Schafsmädchen schluckte bei der Geburt viel Fruchtwasser, litt unter starkem Durchfall. Ihre Mutter hatte statt Wehen entzündete Euter und ignorierte das schwächlich-zittrige Lämmchen, dem Manegolds fünfjähriger Sohn Falco den Namen Lisa verpasste.

Stefan Manegold hat Lisa in einem Karton in der Küche unter wärmendem Rotlicht einquartiert und päppelt sie mit der Flasche auf – stets beäugt von der wachsamen Hündin. Mehr als 50 bis 150 Milliliter Milch auf einmal gehen nicht rein, mehrere Stunden pro Tag vergehen mit Füttern und Versuchen, die Mutter an die Zippe zu gewöhnen.

Erste Lämmer geboren

Die ersten Tage griff Manegold auch nachts zum Fläschchen: „Bei dem kläglichen Mähen kann man sowieso nicht schlafen.“

Nicht nur in Seulingen ist die Lammzeit angebrochen. Auch im Stall auf Gut Herbigshagen, dem Natur-Erlebniszentrum der Heinz-Sielmann-Stiftung, wurden in diesem Monat die ersten Lämmer geboren. Dort handelt es sich um Skudden – eine ostpreußische Hausschafrasse, die auf der roten Liste der bedrohten Nutztierarten steht.

„Normalerweise sind Lämmer gleich nach der Geburt mobil“, berichtet Stiftungsmitarbeiter Holger Belz: „Schon nach wenigen Stunden können sie ihrer Mutter folgen.“

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