Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Sösespatzen bringen Harzer Folklore

Trachten, Töne, Traditionslieder Sösespatzen bringen Harzer Folklore

Alte Bekannte hat Petra Böning für das Team des LNS-Kultursommers am Sonntag im Stadtpark begrüßt: Einmal mehr brachten die Sösespatzen Harzer Folklore ins Eichsfeld und die rund 150 Zuhörer zum Schunkeln. 

Voriger Artikel
Erste Messe am Hohen Baum
Nächster Artikel
Vierte Radwallfahrt nach Vierzehnheiligen

Einmal mehr brachten die Sösespatzen Harzer Folklore ins Eichsfeld und die rund 150 Zuhörer zum Schunkeln. 

Quelle: Bänsch

Duderstadt. Die dunklen Wolken am Himmel und die wenigen Tropfen, die zwischendurch herabregneten, trübten die Freude des Publikums kaum, die Sösespatzen nach einer Pause im vergangenen Jahr in diesem Sommer wieder im Duderstädter Kultursommer hören zu dürfen.

Die Gäste im Stadtpark erfreuten sich an mehrstimmigem Gesang und Jodel-Einlagen, unter anderem von der Gesamtharzer Jodelmeisterin des Jahres 1990. Von rauschenden Wäldern und dem Haus am Waldesrand sangen die Sösespatzen, von der kleinen Bimmelbahn und der Köhlerliesel - die Zuhörer kannten nahezu alle der Harzer Volkslieder und nickten oft schon zustimmend bei den Ansagen. Mit einem Lolita-Medley verließen die Sösespatzen, wie bei allen Stücken begleitet von Akkordeon, Gitarre und Bass, den Harz, um musikalisch an die See zu fahren: "Über alle sieben Meere", lautete das Motto bei den Stücken. 

Beeindruckt zeigte sich das Publikum des Heimatnachmittags davon, was die Sösespatzen aus einem Glockengeläut herausholten, der Damenkapelle, wie die Zuschauer erfuhren. Denn die Glocken sollten ursprünglich dem Bauern anzeigen, welche Kuh sich näherte, "ob Lotta oder Lise", wie es in der Moderation hieß. Eine Nummer größer und schwerer - und auch lauter - war ein weiteres Instrument, das zum Einsatz kam: ein Amboss.

Bereits seit mehr als 50 Jahren gibt es die Brauchtumsgruppe, die sich auch optisch an die Harzer Tradition hält und in Tracht auftritt: die Herren in Knickerbockern, Hemd und Weste, die Damen im geschnürten Kleid, Bluse und Tuch. Zunächst handelte es sich bei der Gruppe, damals unter dem Namen "Sösemolche", um ein rein männlich besetztes Quartett, das Tanzmusik machte. Wie das Publikum erfuhr, hätten die Ehefrauen irgendwann eingefordert, Zeit mit den Männern verbringen zu können - und wurden kurzerhand in die Gruppe aufgenommen. Paar für Paar habe sich angeschlossen, der Name geändert, und schließlich traten rund 40 Musiker als Sösespatzen auf.

In solch opulenter Besetzung waren die Musiker am Sonntag nicht vertreten, aber auch in kleiner Runde auf der Bühne sorgten sie für viel Applaus. Besonders stach dabei ein junger Sänger hervor, der aus der Jugendgruppe zu den Erwachsenen gewechselt war und sich traute, solo zu singen: Patrick Duda, Nachwuchssänger und amtierender Osteroder Schützenkönig. "Und morgen gibt es Frieden für unsere Welt" schien die Zuschauer zu berühren. "Fliege mit mir in die Heimat" mussten die Sösespatzen kaum anmoderieren - in der Version der Kastelruther Spatzen war es dem Publikum wohlbekannt und brachte einige der Gäste zum Mitsingen.

Beim 50er-Jahre-Medley fiel dies dem Publikum noch einmal leichter: "So schön, schön, war die Zeit", klang es im Stadtpark, "Spiel mir eine alte Melodie" und "Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein", bevor sich die Sösespatzen mit der "Spatzenpolka" in den Harz verabschiedeten. Vielleicht bis zum nächsten Mal im Stadtpark.

Ihr Spatzenfest feiern die Musiker am Sonntag, 23. Juli, auf dem Grillplatz in Riefensbeek. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt