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Solarstrom birgt Gefahren bei Löscharbeiten

Fotovoltaikanlagen Solarstrom birgt Gefahren bei Löscharbeiten

Auch im Altkreis Duderstadt sind sie immer häufiger auf den Dächern zu sehen, die Module von leistungsfähigen Fotovoltaikanlagen. Das freut Umweltschützer, bereitet den Freiwilligen Feuerwehren der Region dagegen Sorgen.

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Bergen Gefahren im Fall eines Brandes: Fotovoltaik- und Solaranlagen sind auf immer mehr Eichsfelder Dächern zu finden.

Quelle: Pförtner

Im Falle eines Brandes muss nämlich bei diesen stromführenden Anlagen besonders vorsichtig vorgegangen werden, damit die Löschtrupps nicht von einem Stromschlag getroffen werden. Wichtig sei, so Fachleute, Mindestabstände einzuhalten und den Spannungskegel des Stromes genau zu beobachten.

„Das große Problem ist, dass es keine Vorrichtungen zum Abschalten des Stromes aus einer Fotovoltaikanlage gibt“, erläutert der Feuerwehr-Kreisabschnittsleiter-Ost, Heinrich Marx. So sei man gezwungen, in jedem Einzelfall neu zu erkunden, wo die Einspeisung des Stromes in das Netz erfolgt, um dort schließlich die Kabel zu trennen.

Neue Pläne erforderlich

In diesem Zusammenhang plädiert Marx dafür, dass für die einzelnen Gebäude mit Fotovoltaikanlagen Schaltpläne gezeichnet werden, die den Wehren im Ernstfall ein Abschalten des Stromes erleichtern würden. Ideal wäre es, so der Abschnittsleiter, wenn es für das gesamte Kreisgebiet Karten gäbe, auf denen alle mit Fotovoltaikanlagen ausgestatteten Gebäude eingezeichnet sind.

Die aber gibt es bislang nicht, und so hat es sich die Feuerwehrleitung zur Aufgabe gemacht, in den regelmäßig anstehenden Schulungsabenden das Thema Einsatz bei Fotovoltaikanlagen ausführlich zu behandeln.

Schulungen besuchen

Das passiert bereits bei der Freiwilligen Feuerwehr Duderstadt, deren Ortsbrandmeister Thorsten Krone darauf hinweist, dass sich die Feuerwehrkameraden bei fortschreitender Technisierung auch aus eigenem Antrieb mit diesen Anlagen und den Löschmöglichkeiten vertraut machen.

Das, so Krone weiter, gelte auch für Kraftfahrzeuge, die mit Hybridmotoren ausgestattet sind. Bei Verkehrsunfällen könnten die Elektromotoren derartiger Fahrzeuge erhebliche Ströme freisetzen. Auch in solch einem Fall müsse die Feuerwehr mit aller Vorsicht versuchen, die Batterien abzuklemmen, bevor beispielsweise Karosserieteile aufgeschnitten werden könnten.

Von Sebastian Rübbert

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