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Sonderausstellung im Grenzlandmuseum Eichsfeld

Widersprüchliches Bild der DDR Sonderausstellung im Grenzlandmuseum Eichsfeld

Die historische Bewertung der DDR gehört zu einem der umstrittensten Themen der jüngeren Zeitgeschichte. Die privaten Erinnerungen vieler Zeitzeugen, die als ehemalige Bürger die SED-Diktatur miterlebten, weichen teilweise stark von den ausgestellten Fakten in Museen und Gedenkstätten ab.

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Verzerrte Wahrnehmung und verklärte Erinnerungen treffen auf harte Fakten: Die Konrad-Adenauer-Stiftung trennt Mythos und Wirklichkeit der DDR.

Quelle: Blank

Teistungen. Unter der heranwachsenden Generation, bei der laut Studien das Wissen über die damalige Zeit sowieso schwach ausgeprägt ist, entsteht durch Erzählungen von Eltern und Verwandten oftmals ein widersprüchliches Bild. Langlebige Fehleinschätzen werden somit an die nächste Generation weitergegeben. Durch die Hartnäckigkeit mancher Irrtümer erlangen diese teilweise schon den Rang historischer Mythen.

Das Zurückweisen dieser Irrtümer und Legenden ist Ziel der Wanderausstellung „DDR: Mythos und Wirklichkeit“ der Konrad-Adenauer-Stiftung. Seit gut zwei Wochen ist diese Sonderaustellung, die sich speziell an Jugendliche und Schüler richtet, im Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen aufgebaut.

An 20 Stellwänden können die bekanntesten Mythen und ihre Richtigstellung erlesen werden. Jede Tafel zeigt einen Mythos , der in Text und Bild erklärt und richtig gestellt wird. „Die DDR-Bürger wollten nicht in das westliche Ausland reisen“, „Im DDR-Schulsystem hatten alle gleiche Chancen“ – diese und weitere Irrtümer werden in der Ausstellung aufgeklärt.

Schüler, Studenten und Ältere

Der Informationsstand der Menschen ist je nach Herkunft unterschiedlich, manche kennen sich mit dem Thema nicht aus und haben einige Dinge noch gar nicht gewusst. Vieles sei auch wegen des Geheimhaltungsstatus nicht bekannt geworden.

Georg Baumert, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Grenzlandmuseum Eichsfeld und zuständig für das „Grüne Band“ und die Umweltbildung berichtet dem Tageblatt, dass der Altersdurchschnitt der Ausstellungsbesucher sich nicht wesentlich von dem des eigentlichen Museums unterscheidet.

„Schüler müssen, weil es die Schule so vorsieht, Studenten kommen wegen fachlichen Interesses , Leute zwischen 20 und 40 Jahren haben andere Sachen im Kopf und keine Zeit. Und die Älteren kommen, weil sie eigene Erinnerungen haben und Zeit, diese aufzufrischen“, erzählt Baumert.

Von Helena Gries

Bis voraussichtlich Ende März kann die Sonderausstellung im Grenzlandmuseum Eichsfeld besucht werden.
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Mit Museumspreis ausgezeichnet: Grenzlandmuseum in Teistungen.

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld hat am Donnerstag offiziell den mit 5000 Euro dotierten Sonderpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen erhalten. Der Preis wird im Rahmen des Wettbewerbs zum Museumspreis 2012 gemeinsam mit den Museumsverbänden Hessen und Thüringen alle zwei Jahre ausgelobt.

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