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Mit schlankem Filialnetz in die Zukunft

Sparkasse Duderstadt Mit schlankem Filialnetz in die Zukunft

„Die Sparkasse Duderstadt macht sich fit für die Zukunft.“ Mit diesem Satz hat der Vorstandsvorsitzende Uwe Hacke am Donnerstag den Aufbau einer Multikanalfiliale und die Optimierung des bisherigen Netzes angekündigt. Das sei die notwendige Reaktion auf die Entwicklungen am Bankenmarkt.

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Neuer Eingangsbereich in der Sparkassenfiliale Duderstadt.

Quelle: r

Duderstadt. Drei große Rahmenbedingungen hätten das Banken- und Sparkassengeschäft in den letzten Jahren deutlich verändert, so Hacke am Donnerstag. Zum einen wirke sich die Digitalisierung spürbar auf das Kundenverhalten aus. Nur noch 40 Prozent der Sparkassenkunden suchten den Weg in die Filialen. Für Duderstadt, das bezüglich der Filialdichte auf einem Spitzenplatz im Land liege, sei das eine wichtige Erkenntnis. Aktuell kommen hier auf eine Filiale rund 2500 Einwohner, der Durchschnitt liegt bei 5800 Einwohner.

Hinzu kämen die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und die stark zunehmende Regulatorik in Folge der Finanzmarktkrise. „So wie wir jetzt aufgestellt sind, könnten wir nicht noch zehn Jahre weitermachen“, machte Hacke deutlich. Anfang des Jahres habe man daher eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die sich der Fragestellung widmen sollte: Wie wollen wir auf die veränderten Bedingungen reagieren? Die Ergebnisse dieser Überlegungen wurden in dieser Woche dem Verwaltungsrat vorgestellt und von diesem beschlossen.

Erweiterte Erreichbarkeit

Im Zentrum der Neukonzeption steht die Einrichtung einer neuen Direkt- oder Multikanalfiliale. Hier sollen die Kunden montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr per Telefon, Chat, Email oder allen anderen modernen Kommunikationswegen Kontakt zur Sparkasse Duderstadt aufnehmen können. Demgegenüber steht allerdings die Schließung von Filialen in der Fläche. Insgesamt acht Standorte werden in den kommenden Monaten aufgegeben. Hacke bedauerte diese Entwicklung ausdrücklich: „Gern hätten wir die Filialen weitergeführt. Die erforderlichen Modernisierungsinvestitionen, auch in die Sicherheitstechnik, wären gerade vor dem Hintergrund der betriebswirtschaftlichen Sachzwänge nicht zu verantworten gewesen.“

Die nur wenige Stunden in der Woche geöffneten Zweigstellen würden teilweise von drei Kunden genutzt, erläuterte Sparkassendirektor Markus Teichert. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei bei der geringen Nachfrage nicht möglich. Betroffen sind bereits zum 11. November die Filialen Nesselröden und die Ohmbergstraße in Duderstadt. Zum 16. März folgen die Filialen in Gerblingerode, Hilkerode, Obernfeld, Seeburg und Seulingen. Außerdem wird auch der Sparkassenbus seinen Dienst einstellen. Der Bargeld-Bringdienst ist davon nicht betroffen.

Verbleibende Filialen werden modernisiert

In den verbleibenden Filialen Duderstadt, Gieboldehausen, Bilshausen und Rhumspringe, die teilweise noch modernisiert werden, sind künftig die Berater auch außerhalb der Öffnungszeiten von 8.30 Uhr bis 19 Uhr zu erreichen. In der Gemeinde Radolfshausen will die Sparkasse das Angebot mit der Installation eines neuen Geldausgabeautomaten erweitern. In der Duderstädter Zentrale entstehen ab dem 8. Januar im Eingangsbereich weitere Automaten – ebenfalls als Reaktion auf das veränderte Kundenverhalten. Teichert fasste die verschiedenen Maßnahmen zusammen: „Wir werden den Bedarf unserer Kunden weiter befriedigen, nur eben anders.“

Für das Personal ergeben sich nach Auskunft des Vorstands keine gravierenden Änderungen. „Kündigungen seitens der Sparkasse gibt es natürlich nicht“, so Hacke. Der unter dem Strich nötige Personalabbau erfolge ausschließlich durch normale Fluktuation. Im Gegenzug entstünden durch die Modernisierung neue attraktive Arbeitsplätze – zehn davon in der Multikanalfiliale. Durch Fortbildungen werde die mediale Kompetenz der Mitarbeiter erweitert. „Das wird ein Kulturwandel.“

Nach dem Verwaltungsrat und den Mitarbeitern habe man in den vergangenen Tagen auch bereits die Ortsbürgermeister informiert, am Mittwoch sind dann die Schreiben an die Kunden herausgegangen. „Bisher gab es noch keine negative Rückmeldung“, sagte Hacke. Natürlich hätte man die Reduzierung auch schrittweise und behutsamer vornehmen können. Doch hat sich Vorstand bewusst dagegen entschieden. „Wir wollen diesen Schritt nur einmal machen.“

Von Markus Scharf

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