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St.-Raphael-Kinder testen Tabalugahaus

Erste Gruppe St.-Raphael-Kinder testen Tabalugahaus

Das Tabalugahaus wird getestet. Die kritischen Fachkräfte sind Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 16 Jahren mit ihren Erziehern aus der Tagesstätte St. Raphael. „Zuvor waren schon zwei Gruppen hier zum Testen, aber noch keine Kinder im Rollstuhl“, sagt Kathrin Wüstefeld, Leiterin des Tabalugahauses als Teil des Projekts Schutzräume für Kinder.

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Therapiehunde schaffen Vertrauen: Kinder knüpfen schnell Kontakt zu den Tieren.

Quelle: Lüder

Duderstadt . Ihr Team wünscht sich Feedback zum Konzept, zu den Räumen, zum Mobiliar und zu den Angeboten, die speziell auf behinderte und traumatisierte Kinder abgestimmt sind. „Ab 2013 sind wir komplett ausgebucht. Da bleibt dann keine Zeit, Veränderungen oder Umbauten vorzunehmen. Deswegen fragen wir die potenziellen Gäste jetzt persönlich, ob etwas verbessert werden müsste“, erklärt Wüstefeld.

Sie gibt zu bedenken, dass das Tabalugahaus zwar barrierefrei, aber eben kein Krankenhaus sei, also die Einrichtungen nur bis zu einem bestimmten Grad auf jede Form von Behinderung abgestimmt seien. „Unsere Betten sind zwar hoch, aber nicht höhenverstellbar. Wir wollen ausprobieren, ob es dadurch Einschränkungen bei der Pflege geben könnte, was wir bei Anfragen erläutern müssten“, nennt sie Beispiele für die sorgfältige Testphase. Ziel sei, möglichst vielen Kindern – auch mit Behinderung – eine erholsame Zeit zu bieten, was in herkömmlichen Ferien-Unterkünften so nicht möglich sei.

Ein Besuch der Heinz-Sielmann-Stiftung auf Gut Herbigshagen gehöre zu den festen Programmpunkten für jede Gruppe, verschiedene andere Angebote zahlreicher Kooperationspartner könnten frei zusammengestellt werden. „Unser Motto lautet Natur erleben, was die Pestalozzi-Schule mit dem Schulgarten umsetzt, den die Kinder aus dem Tabalugahaus mit nutzen können – oder es stehen Aktionen mit dem Nabu oder mit der Jägerschaft zur Auswahl.“

Andere Partner schaffen den Kindern Möglichkeiten, sich künstlerisch auszudrücken, in der Stadtbibliothek können Lesungen besucht werden, museumspädagogische Aspekte gibt es im Heimatmuseum, und an diesem Nachmittag haben die Kinder Besuch von Luna und Stjerne. Die beiden Kurzhaarcollies sind als Therapiehunde ausgebildet. Ihre Besitzerin Manuela Lorenz lässt die Kinder – teils im Rollstuhl, teils auf Kuschelkissen und Hockern sitzend – die interessiert schnüffelnden Tiere beobachten.

Die anfängliche Vorsicht wird schnell zur Neugier, dann entstehen die ersten Kontakte. Der siebenjährige Jayson traut sich, Stjerne mit der Bürste das Fell zu massieren, die im Rollstuhl sitzende Laura lächelt, als Luna die Pfote auf ihren Schoß legt.

Julian und Kimberly stellen sich breitbeinig auf und quietschen vor Vergnügen, als die Hunde unter ihnen hindurch laufen. „Kimberly ist sonst eher zurückhaltend, hier taut sie richtig auf“, staunt Erzieherin Nadine Rahlfs. Das Training mit den Hunden soll Selbstvertrauen fördern und helfen, Ängste zu überwinden, und das scheint zu funktionieren. Der Test mit den Therapiehunden verläuft durchweg positiv.

Von Claudia Nachtwey

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