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St. Servatius: Dachboden wird jetzt begehbar

Neue Holzböden St. Servatius: Dachboden wird jetzt begehbar

Handwerker haben Besitz vom Dachboden der St. Servatiuskirche genommen. Unabhängig von der derzeit laufenden Sanierung des Gotteshauses legen sie in diesen Tagen hölzerne Laufgänge über den Gewölben des gotischen Gebäudes an.

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Laufen statt hüpfen: Ein Laufgang verbindet nun die Querbalken im Dach der St. Servatiuskirche. Teile des Gebäudes werden derzeit saniert, der Turm soll folgen.

Quelle: OT

Wie Pastor Karl Wurm berichtet, geht die als dringlich eingestufte Baumaßnahme auf die Initiative von Frank Wagner vom Kirchenbauamt Göttingen zurück. Bei einer Begehung im November hatte Wagner das Fehlen derartiger Laufgänge im Dachboden deutlich kritisiert und einen sofortigen Einbau der hölzernen Gehwege auf der Decke des Kirchenschiffes angeordnet.

Nur über die neuen Laufgänge, so Wurm weiter, sei es möglich, sicher in die seitlichen Bereiche des Kirchendaches zu gelangen, was für Sanierungs- und Reperaturarbeiten unbedingt notwendig sei. Bislang habe man quasi nur von Querbalken zu Querbalken durch das Dachgeschoss hüpfen können, um die seitlichen Dachbereiche zu erreichen.

Der Bau der neuen Holzwege stellte die Zimmerleute vor besondere Aufgaben: So mussten beispielsweise die langen Balken für die Holzwege mit einem Spezialkran durch eine Luke in den Dachboden befördert werden. Per Muskelkraft und über die Wendeltreppe hätte der Transport der Holzteile auf das Kirchendach über eine Woche gedauert.

Das Projekt wird Kosten in Höhe von schätzungsweise 25 000 Euro verursachen. Es handele sich aber um eine Ausgabe, die schon aus Sicherheitsgründen nicht zu umgehen sei, sind sich Wurm und Wagner einig. Aufgebracht wird das Geld durch den evangelischen Kirchenkreis Herzberg.

Was die weitere und abschließende Sanierung des gotischen Gotteshauses, das in den Jahren von 1370 bis 1520 errichtet wurde, betrifft, so soll sie am dem 7. März im Rahmen des dritten Bauabschnittes mit dem Südschiff weiter gehen. Es gilt auch hier, die Außenmauern zu sanieren und im Inneren eine Staubschutzwand zu errichten. Noch in diesem Jahr soll die Sanierung dieses letzten Abschnittes abgeschlossen werden. Zudem, erklärt Pastor Wurm, hoffe und setze er gemeinsam mit seiner Gemeinde auf die Bereitschaft der Stadt Duderstadt, als Baulastträger für den Kirchturm ebenfalls aktiv zu werden, und auch diesen Teil von St. Servatius zu sanieren.

Die Stadt ist hier seit Jahrhunderten in der Pflicht, weil die Kirchtürme im Mittelalter der Stadt dazu dienten, dort Türmer zu postieren. Als Wächter hatten diese im Dienste der Bürger entstehende Brände im Stadtgebiet und eventuell anmarschierende Feinde rechtzeitig zu melden und Alarm zu schlagen.

Von Sebastian Rübbert

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