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Stadtrat lässt Nein zu Busbahnhof-Umbau nicht gelten

Ablehnende Haltung von Ausschuss und Ortsrat Stadtrat lässt Nein zu Busbahnhof-Umbau nicht gelten

Kehrtwende in der Diskussion um den Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofs (Zob) in Duderstadt: Der Stadtrat folgt nicht den Beschlüssen von Stadtentwicklungsausschuss und Ortsrat Duderstadt, die eine weitere Planung aus Kostengründen ablehnten. Zu teuer, nicht durchsetzbar, nicht durchdacht, hatte es in der gemeinsamen Sitzung der beratenden Gremien geheißen. Das lässt der Stadtrat nicht gelten und verweist das Thema einstimmig (bei drei Enthaltungen) zurück in Ausschuss und Ortsrat.

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Nicht zukunftsfähig: Der Zentrale Omnibusbahnhof in Duderstadt soll modernisiert werden.

Quelle: Lüder

Duderstadt. Die Diskussion habe dort in der vorangegangenen gemeinsamen Sitzung eine „völlig unerwartete Wendung genommen“, machte Lothar Dinges das Unbehagen im Stadtrat deutlich. Laut Beschlussvorschlag hätte die Präferenz für eine von drei Planungsvarianten ausgedrückt und der Auftrag für weitere Planungen gegeben werden sollen.

Zwei Millionen Euro Gesamtkosten – davon trotz Förderung bis zu einer Millionen Euro von der Stadt zu tragen – hatten bei Ausschuss- und Ortsratsmitgliedern jedoch Erschrecken ausgelöst. Angesichts von Spardebatte und Zukunftsvertrag war das mehrheitlich als nicht umsetzbar eingestuft und in der Folge der nächste Planungsschritt verworfen worden. Allein dieser würde mit 33 000 Euro zu Buche schlagen.

Im Stadtrat hieß es nun, der Beschluss sei vor dem Hintergrund des Zukunftsvertrags zwar richtig, „angesichts der Situation des Zob aber nicht gut“. Mit dieser Formulierung eröffnete Frank Germeshausen (CDU) die Debatte wieder. Die Stimmung im Rat machte Wolfgang Hirschfeld (Grüne) deutlich: „Man kann überspitzt sagen, dass der Ortsrat in seiner gemeinsamen Sitzung mit dem Ausschuss und mit der Begründung des Zukunftsvertrags die Zukunft Duderstadts aufs Spiel setzt.“ Hirschfeld hatte im Ausschuss als einziger für den ursprünglichen Beschlussvorschlag und somit für die Umbaupläne votiert.

Lediglich enthalten hatten sich die Ortsratsmitglieder, die nun im Stadtrat für einen Zob-Umbau das Wort ergriffen. „Ich habe Angst als Ortsbürgermeister von Duderstadt, dass wir hier die Türen zuschlagen. Das wäre schlimm“, gab Hubertus Werner (CDU) als Stadtratsmitglied zu Protokoll. Doris Glahn (SPD) sprach sich ausdrücklich dafür aus, die Planungskosten zu investieren.

„Wir sind einmütig der Ansicht: Dieser Zob ist nicht zukunftsfähig“, griff an dieser Stelle Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) in die Debatte ein. Er erinnerte daran, dass der Busbahnhof 1977 geplant worden sei und den Anforderungen nicht mehr gerecht werde. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie über diese Dinge noch einmal nachdenken“, ermunterte er den Stadtrat, das Thema trotz Ablehnung durch Ausschuss und Ortsrat noch einmal zu beraten.

So wurde es, bei drei Enthaltungen, auch beschlossen. Die Formel dafür lautete: Die Thematik werde zunächst zurückgestellt; der Bürgermeister solle gegenüber zuständigen Stellen die Notwendigkeit der Weiterentwicklung des Zob darlegen und um Förderung werben; diese Notwendigkeit werde vom Stadtrat ausdrücklich bestätigt, das Thema in Ausschuss und Ortsrat erneut beraten.

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