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Städte werben weiter für alte Kennzeichen

Bundesratsinitiative erhofft Städte werben weiter für alte Kennzeichen

Die bundesweite Diskussion um die Wiedereinführung der Autokennzeichen für die Altkreise, die ihre Buchstabenfolge im Zuge von Kreisreformen verloren haben, geht auch in Niedersachsen weiter. Mehrere Städte wie Norden oder Einbeck haben sich aufgrund der positiven öffentlichen Reaktion für die Wiedereinführung ausgesprochen und wollen auf eine Bundesratsinitiative des Landes zur Änderung der Fahrzeug-Zulassungsordnung hinwirken.

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Die alten neuen Kennzeichen: Können sie bald angebracht werden?

Quelle: Mischke

Andere Bundesländer haben bereits Unterstützung signalisiert. Von einer Wiedereinführung wären im Landkreis sowohl Hann. Münden als auch Duderstadt betroffen.

Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) betonte seine große persönliche Sympathie für das Vorhaben. Er erinnere sich beispielsweise sehr gerne an ein DUD-Nummernschild mit seinen Initialen, das er zum 60. Geburtstag geschenkt bekommen habe. Viele Menschen würden ohnehin schon Persönliches und Familiäres bei der Kennzeichen-Wahl einfließen lassen. Die Wiedereinführung des DUD würde dem eine regionale Komponente hinzufügen. „Das wäre liebevolles Stadt- und Regionalmarketing, würde die Identität stärken und zum Bekanntheitsgrad beitragen“, erklärte Nolte. Er will die Angelegenheit in die städtischen Gremien einbringen.

Es würde es sich um Wunschkennzeichen handeln, wie die Befürworter betonen, niemand wäre gezwungen, auf neue Schilder umzustellen. Auch gäbe es keine Mehrkosten, der zusätzliche Verwaltungsaufwand ginge gen Null.
Christel Wemheuer, die Verkehrsdezernentin des Landkreises, steht dem Anliegen in Hann. Münden und Duderstadt abwartend gegenüber. „Wir haben großes Verständnis“, erklärt sie, weist jedoch auf die Konsequenzen hin. „Wo hört die Regionalität bei den Kennzeichen auf?“ Im Detail könne die Umsetzung durchaus kompliziert werden. Doch: „Wenn die Gemeinden das wollen, setzen wir uns damit auseinander.“

Bei den kommunalen Spitzenverbänden des Landes sieht man die Angelegenheit unterschiedlich. Klaus Bothe vom niedersächsischen Städtetag will die Idee in der nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses auf die Tagesordnung setzen. Ziel sei, die Landespolitik zur Unterstützung zu bewegen. Der landesweite Städte- und Gemeindebund hingegen lehnt die Reanimierung alter Kennzeichen ab. Sprecher Meinhard Abel begründet: „Wir glauben, dass das als Signal zum Rückbau der Landkreise verstanden wird.“

Von Erik Westermann

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