Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Streit zum Ausbau des Seulinger Festplatzes

Emotionale Debatte Streit zum Ausbau des Seulinger Festplatzes

Wer befestigt den Festplatz? Und was kostet das? Darüber gibt es Streit in Seulingen zwischen Schützenverein und Gemeindebürgermeister. Der wird am heutigen Mittwoch öffentlich, das Thema Sanierung des Fest- und Mehrzweckplatzes steht auf der Tagesordnung des Gemeinderates.

Voriger Artikel
58-Jähriger soll Duderstädterin aufgelauert haben
Nächster Artikel
Gartenmarkt in Duderstadt: Paradies für Hobbygärtner

„Holpriger Kiesplatz“: Festplatz im Weidental in Seulingen.

Quelle: IS

Seulingen. Das als Festplatz genutzte Gelände im Weidental ist eine geschotterte Fläche mit Löchern und Unebenheiten. Von einem „holprigen Kiesplatz“ und einer „Zumutung“ spricht Vereinsvorsitzender Klemens Halfter.

Das stellt Bürgermeister Lars Denecke (CDU) nicht in Abrede. Er sagt, der Platz hätte in diesem Jahr noch einmal hergerichtet werden sollen, „das ist dem Schützenverein aber nicht genug“. Der Platz soll eine Teerdecke bekommen. Der Schützenverein feiert 350-Jähriges. Das Schützenfest im Juni mit drei Tagen Programm im 1500-Mann-Zelt auf dem Festplatz wird Höhepunkt des Jubiläums.

Das ist die Kulisse der Auseinandersetzung. In der geht es um zwei Punkte: Erstens um die Oberhoheit über die Sanierung. „Wenn wir ausbauen, dann nur wir als Gemeinde“, macht Denecke klar. Halfter hingehen drängt darauf, dass der Schützenverein die Leitung übernimmt. Wer beim Ausbau das Sagen hat, ist mit Blick auf die Kosten bedeutsam, dem zweiten Streitpunkt. Verschiedene Zahlen kursieren.

Er habe zunächst von 60 000 Euro ausgehen müssen, sagt Denecke mit Berufung auf eine Ingenieurgesellschaft. Nun heiße es, in der einfachsten Variante sei der Ausbau mit 22 000 Euro zu bewerkstelligen. „Ich könnte mir viele andere Dinge vorstellen, die man mit 22 000 Euro machen kann“, fügt Denecke hinzu.

Halfter nennt andere Zahlen. Von der Gemeinde sei ein Zuschuss von 18 000 Euro beantragt. Diese Summe könne Dank Spenden und Eigenleistungen noch gedrückt werden. „Der Schützenverein bittet nunmehr nur noch um einen Zuschuss in Höhe von 8000 Euro“, so Halfter. Eine Einigung war zwischen Halfter und Denecke bislang nicht möglich. Beide sprechen von einer emotionalen Debatte.

Im Rat soll sachlich diskutiert werden, betonen Halfter und Denecke. Aber auch hier ist die Betroffenheit groß. Einige Ratsmitglieder gehören dem Schützenverein an. Dieser ruft zudem öffentlich, unter anderem auf der Vereins-Homepage, zur Teilnahme an der Sitzung auf.
Der Rat tagt am heutigen Mittwoch, 24. April, ab 20 Uhr im Seulinger Bürgerhaus.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Vertrauen in seine Arbeit gestört
Bürgermeister-Wechsel in Seulingen: Lars Denecke (l.) tritt zurück, Matthias Rink rückt nach.

Lars Denecke (CDU) ist nicht mehr Bürgermeister Seulingens. Der 38-Jährige hat das Amt mit Wirkung ab Donnerstag niedergelegt. Seine Aufgaben übernimmt vorerst sein Stellvertreter Matthias Rink (CDU). Der 54-jährige Polizist wird als amtierender Bürgermeister nun eine Ratssitzung einberufen, in der er sich als Nachfolger Deneckes zur Wahl stellt. Ein Termin steht noch nicht fest.

mehr
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt