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Saft pressen beim Fest

Regionale Sorten anbauen Saft pressen beim Fest

Während des Streuobstwiesenfestes der Heinz-Sielmann-Stiftung auf Gut Herbigshagen hat es zum zweiten Mal die Eichsfelder Apfelsammelmeisterschaften gegeben. Hierbei galt es in kurzer Zeit, so viele Äpfel wie möglich zu sammeln.

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Quelle: Niklas Richter

Gut Herbigshagen. „Hierbei gibt es natürlich kleine Preise zu gewinnen, aber eigentlich soll der Spaß mit im Vordergrund stehen“, sagte der Leiter des Natur- und Erlebniszentrums Christoph Neumann. Ausgestattet mit mehreren Eimern machten die Besucher, überwiegend Familien mit kleineren Kindern, sich auf den Weg um auf der großen Wiese Äpfel zu finden. Insgesamt gibt es nach Angaben von Gerhard Schlie, der für die Pflege und den Erhalt der Bäume zuständig ist, 140 verschiedene Apfelsorten auf der Streuobstwiese und 30 Birnen- und Zwetschgensorten.

„Bei den Sorten, die hier angebaut werden, handelt es sich um regionale Sorten, die früher hier in den Dörfern und der Feldmarkt anzufinden waren“, berichtete Schlie. Der Landschaftspflegeverband des Landkreises prüfe die Bäume regelmäßig auf Sortenechtheit. Am Sonntag presste er gemeinsam mit den Besuchern den Saft aus den Äpfeln, die diese zuvor auf der Wiese gesammelt hatten. Dies erfolgte von Hand, in dem entweder Schlie oder die Gäste die Kurbel an der Presse betätigten. Wer nicht genügend Kraft hatte zu drehen, der erhielt auch keinen Saft. Während der Saftherstellung erfuhren die Gäste auch, warum der Saft aus den gesammelten Äpfeln anders schmeckt, als der, den es in Supermärkten zu kaufen gibt. Denn letzter werde vor dem Abfüllen pasteurisiert, hierzu müsse er mindestens fünf Sekunden auf 68 Grad Celsius erhitzt werden. „Hierbei geht ein Großteil der Säure und der Aromastoffe verloren“, erklärte er.

Wo das Obst herkommt

Für Neumann ist wichtig, dass die Besucher erfahren, dass es weitaus mehr Apfelsorten gibt, als im Supermarkt erhältlich sind. „Vor allem wollen wir sie darauf aufmerksam machen, wie unterschiedlich die verschiedenen Sorten tatsächlich schmecken“, sagte Neumann. Insbesondere für die kleinen Gäste war das Fest ein besonderes Erlebnis.

„Wir sind hierhergekommen, weil wir unserem Sohn zeigen wollen, wo das Obst was wir essen herkommt. Und außerdem wollten wir gern gemeinsam Äpfel sammeln“, sagte eine Besucherin. Wer genug vom Äpfelsammeln hatte, der konnte bei Beate Küching eine kleine Herbstbastelei machen. Hierzu hatte sie unter anderem Blätter, Äpfel und getrocknete Blüten dabei. Aus einem Apfel ließ sich so schnell mithilfe eines Zahnstochers und Holzperlen ein Apfelmännchen herstellen. Für kleine Igel wurden die Gesichtszüge auf ein Stück Papier gemalt und bunte Blätter als Stacheln angeklebt.

„Wir wollen bei den Besuchern das Bewusstsein dafür stärken, dass das Essen, was es im Supermarkt zu kaufen gibt, auch einen Erzeuger hat, bei dem es entweder angebaut oder im Fall von Fleisch gefüttert wurde“, sagte Neumann. Hierbei sei es besonders wichtig, dies schon den Kindern zu zeigen, damit diese frühzeitig ein Bewusstsein dafür bekommen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass es Obst, Gemüse und Fleisch zu kaufen gibt.

Auf dem Hof der Sielmann Stiftung stand eine mobile Saftpresse, in der die Besucher die Äpfel aus ihrem eigenen Garten zu Saft mosten lassen. Dieser wurde anschließend in Fünf-Liter Kanistern abgefüllt, in denen die Besucher ihn mit nach Hause nehmen konnten.

Von Vera Wölk

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