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Strom: Ehemaliger EWB-Chef gibt Tipps und deckt versteckte Kosten auf

Fritz Bergmann spart mit Leidenschaft Strom: Ehemaliger EWB-Chef gibt Tipps und deckt versteckte Kosten auf

„Messen, steuern, regeln und dadurch viel Geld sparen“ – das ist die Devise von Fritz Bergmann. Er spart mit einigen Tricks in seinem Haushalt rund 900 Kilowattstunden Strom im Jahr.

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Sparfuchs: Bergmann mit Messgerät vor elektrischem Stromzähler.

Quelle: Richter

Duderstadt. Dem 79-Jährigen wurde die Leidenschaft zur Elektronik in die Wiege gelegt. Sein Vater hatte ein Elektrogeschäft, in dem Bergmann schon in jungen Jahren in den Ferien arbeiten musste. Dadurch habe er viel Wissen erlangt. Schon sein Vater habe mit Elektronik herumgetüftelt und ausprobiert, wie Energie und Rohstoffe gespart werden könnten.

1968 kam der gebürtige Emsländer nach Duderstadt und wurde Werksleiter der damaligen Stadtwerke. Seine Konzepte zum Energiesparen hat er deutschlandweit bei anderen Versorgern vorgestellt. „Ich habe in diesen Jahren viel gelernt“, berichtet Bergmann.

Dieses Wissen, verbunden mit großem Interesse, setzt er in seinem 1998 erbauten Haus um. Im vergangenen Jahr beispielsweise hat er einen Elektronikzähler einbauen lassen. „Diese Idee kam mir schon in den 80er-Jahren“, erzählt Bergmann.

An diesem Gerät kann man genau ablesen, wie viele Kilowattstunden derzeit im Haushalt verbraucht werden, und: „Spart man Strom, geht es nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt besser.“

Täglich misst der Elektroingenieur den Gas, Wasser- und Stromverbrauch im ganzen Haus, führt dies tabellarisch in seinen Aufzeichnungen auf, um die Werte vergleichen zu können. Technische Geräte helfen ihm dabei. So zeigt ihm beispielsweise ein Strommessgerät, dass die Waschmaschine noch Strom verbraucht, obwohl sie längst abgeschaltet ist.

Verdeckte Stromkosten sparen

Mit Hilfe abschaltbarer Steckdosen oder Zeitschaltuhren könnten verdeckte Stromkosten bei Waschmaschine, Kühlschrank oder Gefriertruhe gespart werden, so der Fachmann. Für den 79-Jährigen ist die akribische Auflistung und Beobachtung des Verbrauchs nicht nur Leidenschaft, sondern auch geistiges Training. „Ich habe schon immer versucht, mit möglichst wenig Stromverbrauch das Optimale zu erreichen“, sagt Bergmann.

Acht Glühbirnen mit je 40 Watt hatte Bergmann vor Jahren in seinem Kronleuchter im Wohnzimmer. „Das hat mich im Jahr 154 Euro gekostet“. Der Rentner rüstete um auf 25 Watt, die Kosten sanken auf 96 Euro im Jahr. „Danach habe ich die Energiesparlampe ausprobiert“, berichtet Bergmann.

Sparmotor der Warmwasserpumpen

Mit dieser Neun-Watt-Leuchte zahlte er im Jahr nur noch 35 Euro für die Stromversorgung des Kronleuchters. Mittlerweile aber strahlt der Leuchter mit LED-Licht. „Diese Leuchten haben nur drei Watt. Es ist aber trotzdem hell genug, und die Kosten betragen nur noch elf Euro jährlich“, so Bergmann.

Auch das Umrüsten der Warmwasserpumpen auf einen Sparmotor senke deutlich die Kosten. „Die Umstellung ist erst teuer, aber das hat man innerhalb von zwei Jahren wieder raus“, weiß der Elektroingenieur. LED-Leuchten seien nicht billig, man müsse das Licht daher gut nutzen.

„Eine solche Lampe nutzt in der Vorratskammer, in der man nur drei mal am Tag Licht braucht, wenig. In viel genutzten Räumen ist das aber sehr effizient“, rät Bergmann.

Von Helena Gries

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