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Strom wird 16 Prozent teurer

Energiewende Strom wird 16 Prozent teurer

In der Physik gibt es Wechselstrom, der Strompreis kennt aber seit Jahren nur noch eine Richtung: aufwärts. Für das neue Jahr drehen die Versorger erneut an der Preisschraube, und das kräftig. Die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs-GmbH  (EEW) erhöht den Arbeitspreis zum Jahreswechsel um satte 16 Prozent, Eon Mitte wartet noch ab.

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Der regelmäßige Kontroll-Blick auf den Zähler lohnt sich: Die Aufwärtsspirale beim Strompreis dreht sich immer schneller.

Quelle: Thiele

Eichsfeld. Beide Grundversorger für das Untereichsfeld begründen die seit Jahren anhaltende Aufwärtsspirale unisono mit steigenden staatlichen Umlagen. Und die fallen umso höher aus, je weiter die Energiewende voranschreitet. Erst zum Juni hatten EEW und Eon den Strompreis um vier bis sechs Prozent erhöht.

Die EEW hebt den Arbeitspreis zum 1. Januar um 4,05 Cent brutto pro Kilowattstunde an. Im Basistarif kostet eine Kilowattstunde künftig 28,60  Cent statt derzeit 24,55 Cent. Laut einer Beispielrechnung des kommunalen Unternehmens muss ein Zwei-Personen-Haushalt bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 2500 Kilowattstunden mit einer monatlichen Mehrbelastung von 8,20 Euro rechnen. Beim Vertrieb von Eon Mitte hält man sich noch bedeckt. „Wie sich die steigenden Kosten für erneuerbare Energien auf die Preise für Privatkunden auswirken, lässt sich derzeit noch nicht sagen“, teilt Eon-Sprecher René Schneider mit: „Gesetzlich bedingte Kostenveränderungen sind aber – wie bei allen Unternehmen – bei der Kalkulation der Preise zu berücksichtigen.“

„Ohne die staatliche Mehrbelastung wäre sogar eine Strompreissenkung möglich gewesen“, sagt EEW-Geschäftsführer Markus Kuhlmann. Die Tochtergesellschaft der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) habe ihre Strombeschaffungskosten gegenüber dem Vorjahr senken können. Diese Reduzierung werde unmittelbar und direkt an den Kunden weitergegeben.

Das gilt aber auch für die steigenden staatlichen Umlagen. Und die betreffen nicht nur das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG), das immer wieder im Fokus steht. Hinzu kommen – neben der auch als Ökosteuer bezeichneten Stromsteuer und den an die Kommunen zu zahlenden Konzessionsabgaben – das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, von dem vor allem  die Betreiber von Blockheizkraftwerken profitieren, die  zum Jahreswechsel neu eingeführte Offshore-Haftungsumlage für Windparks vor der Küste, die Netzentgelte und auf alles obendrauf noch einmal die Mehrwertsteuer.

Kritik übt Kuhlmann an der Netzentgeltverordnung, über die die Großindustrie indirekt subventioniert werde. Im kommenden Jahr würden Umlagen, Steuern und Abgaben erstmals mehr als zwei Drittel des Strompreises ausmachen, beklagt der neue EEW-Chef. Gewerbliche Kunden könnten zumindest steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen, Privatkunden nicht. Den Verbrauchern bleibt nur die Möglichkeit, durch energieeffizientes Verhalten Strom zu sparen. Kuhlmann geht davon aus, dass die Umlagekosten und damit der Strompreis künftig noch weiter steigen werden.

Um durch Sonne, Windkraft, Wasser und Biomasse erzeugten Strom aufnehmen zu können, will die EEW im kommenden Jahr 4,2 Kilometer Stromleitungen in Duderstadt und Gerblingerode ausbauen oder erweitern. Kuhlmann geht nicht davon aus, dass trotz des Konzessionswechsels die bislang von Eon Mitte betriebenen Netze der anderen Duderstädter Ortsteile 2013 von der EEW übernommen werden können. Die bereits seit August 2011 laufenden Verhandlungen mit Eon Mitte gestalteten sich weiterhin zäh, Grundsatzfragen seien nach wie vor offen.

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