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Symposium Peter-Maffay-Stiftung: Eichsfelder Schüler fahren nach Slatina

Neue Kontakte Symposium Peter-Maffay-Stiftung: Eichsfelder Schüler fahren nach Slatina

Zum Austausch nach Rumänien? Verdutzte Schüler des Eichsfeld-Gymnasiums (EGD) stellen sich zurzeit diese Frage. Das osteuropäische Land mit einem Stück Schwarzmeerküste ist den meisten Jugendlichen bestenfalls als Heimat von Dracula bekannt, der in der rumänischen Region Transsilvanien gelebt haben soll.

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Junger Duderstädter fühlt sich wohl in Rumänien: Yannik Kellmann (Mitte) bleibt für ein halbes Jahr in Slatina.

Quelle: EF

Dabei weist der deutsche Name der Vampirheimat, Siebenbürgen, auch auf deutschstämmige Siedler in der Region hin. Mit einer neuen Schulpartnerschaft zum Colegiul National Ion Minulescu in Slatina (südlich von Transsilvanien) will das EGD in Rumänien Botschafter für die deutsche Sprache und Kultur werden.

Aus heiterem Himmel ist die Idee nicht entstanden. Die ersten Kontakte zu rumänischen Jugendlichen wurden im September 2012 beim Symposium der Peter-Maffay-Stiftung in Duderstadt geknüpft. Beim parallel laufenden Jugendsymposium auf Gut Herbigshagen nahmen neben ausländischen Jugendlichen auch Schüler des EGD teil.

Herzlicher Empfang in Slatina: Schüler zeigen Flagge.

Herzlicher Empfang in Slatina: Schüler zeigen Flagge.

Quelle:

„Die Rumänen hatten größtenteils hervorragende Deutschkenntnisse und haben mit ihrer Herzlichkeit bei uns neue Freunde gewonnen“, erklärt EGD-Schulleiter Thomas Nebenführ.

Nach dem Symposium wurden die Kontakte der Teilnehmer über Facebook weitergeführt und intensiviert. „Die Schüler kamen dann selbst auf die Idee, die Freundschaften über eine Schulpartnerschaft auszubauen, und das Lehrerkollegium hat diesen Vorschlag sofort unterstützt“, lobt Nebenführ die Initiative der Jugendlichen.

Im November ist der Schulleiter mit Zehntklässler Yannik Kellmann und der EGD-Lehrerin Irina Thiessen nach Slatina gefahren, um sich vor Ort ein Bild zu machen. „Uns wurde eine unglaubliche Gastfreundschaft entgegengebracht. Und auch von rumänischer Seite zeigte sich ein großes Interesse an der Partnerschaft“, freut sich Thiessen über den Erfolg der Reise.

Sie erklärt, dass an vielen rumänischen Schulen Deutsch neben Französisch als zweite Fremdsprache unterrichtet wird und lobt das hohe Sprachniveau der Schüler.

Einer der drei Reisenden war so fasziniert von Land und Leuten, dass er gar nicht wieder heim wollte. „Yannik ist im Januar zurück nach Slatina gefahren und bleibt dort ein halbes Jahr“, sagt Nebenführ. Das sei möglich, weil Yannik ein sehr guter Schüler sei und nun ein halbes Jahr am EGD überspringt. Wenn er im Sommer wieder nach Duderstadt kommt, rutscht er gleich in die Oberstufe.

Dass im Mai eine Delegation von EGD-Schülern für eine Woche nach Slatina fährt, freut auch die rumänische Deutschlehrerin Mariana Ceaus am Colegiul, die den Kontakt zu deutschen Jugendlichen als Bereicherung für den sprachlichen und kulturellen Austausch sieht. Im Gegenzug kommen die Rumänen im Herbst nach Duderstadt.

Von Claudia Nachtwey

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Eichsfeld-Festival, Tag der Niedersachsen, Kinder-Symposium samt Promi-Auflauf: Bundesweite Beachtung war der Kleinstadt Duderstadt im vergangenen Jahr gewiss. „Diese Flamme wollen wir natürlich am Leben erhalten und an die Popularität Duderstadts durch die Großveranstaltungen anknüpfen“, blickt Hubertus Werner, Vorsitzender des Vereins Treffpunkt Stadtmarketing auf die kommenden Monate.

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