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Testkäufe mit Schnaps und Gewaltspielen

Verstöße gegen Jugendschutzgesetz Testkäufe mit Schnaps und Gewaltspielen

Der Jugendschutz wird in einem Drittel der Läden der Region nicht beachtet. Das ist das Ergebnis einer Testkaufaktion von Jugendamt und Polizei. 15 Verkaufsstellen – vom Kiosk bis zum Markt – in Duderstadt, Gieboldehausen und Rhumspringe haben zwei Teams von Landkreis Göttingen und Polizei Duderstadt getestet.

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Nur schauen, nicht kaufen: Bei Schnaps gilt Jugendschutz.

Quelle: DDP

Duderstadt . In ihrem Auftrag versuchten Jugendliche, Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren, Alkohol oder Gewaltvideos für den PC zu kaufen. In fünf Läden gingen die Waren entgegen den Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes über den Tresen. In drei Fällen konnten die Schüler Alkohol kaufen, zudem ein PC-Killerspiel sowie ein Gewaltvideo erwerben. Mit 33,3 Prozent liegt die Quote der Verstöße zwar über dem bislang niedrigsten Wert aus Mai (21,4 Prozent), aber deutlich unter der Quote von 60 Prozent im März. Es war bereits die elfte Testkaufaktion im Untereichsfeld.

Dierk Falkenhagen, Präventionsbeauftragter der Duderstädter Polizei, ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden. „Die Null werden wir nie erreichen“, erklärt er, es sei jedoch das Ziel, die Quote der Verstöße auf unter 20 Prozent zu drücken.

Auffällig sei bei der jüngsten Aktion gewesen, dass die Schüler, wenn ihnen etwas verkauft wurde, nicht einmal nach Alter oder Ausweis gefragt worden seien. In der Mehrzahl der Fälle seien es neue Verkäufer oder Aushilfskräfte gewesen, die von den Marktleitern oder erfahrenen Kollegen offenbar nicht ausreichend auf den Umgang mit dem Jugendschutz hingewiesen worden seien. Falkenhagen wünscht sich mehr Sensibilität und Aufmerksamkeit für das Thema.

„Nur Testkäufe zu machen, wäre zu stupide“, setzt Falkenhagen auf weitere Maßnahmen. Polizei und Jugendamt böten Schulungen an, die Kollegen müssten neuen Verkäufern Tipps zum Umgang mit dem Jugendschutz geben. Auf der anderen Seite seien die Eltern in der Pflicht, „sie müssen auch mal schauen, was die Jugendlichen so mitnehmen, wenn sie zur Party gehen“, so der Polizeibeamte.

Seit Januar 2009 gibt es die Testkäufe im Bereich Duderstadt. Das damalige Pilotprojekt wurde auf andere Gemeinden im Landkreis übertragen. Testkäufe gibt es inzwischen auch in Hann. Münden, Bovenden und Adelebsen. Die Kreisverwaltung verhängt bei Verstößen Bußgelder, bis zu 80 Euro werden fällig, erklärt Kreissprecher Marcel Riethig. Den Verkäufern solle so die Verantwortung bewusst gemacht werden, die sie gegenüber Jugendlichen hätten. Riethig kündigt weitere Testkäufe an. Art und Umfang würden mit der Polizei abgestimmt.

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Der Jugendschutz wird in 40 Prozent der Läden im Eichsfeld missachtet. Das ist das Ergebnis der jüngsten Testkauf-aktion von Polizei Duderstadt und Jugendamt des Landkreises Göttingen. 15 Verkaufsstellen im Untereichsfeld haben die Behörden mit Hilfe jugendlicher Testkäufer überprüft.

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