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Narren übernehmen die Macht im Duderstädter Bürgersaal

Rathaussturm und Schlüsselübergabe Narren übernehmen die Macht im Duderstädter Bürgersaal

Nicht nur wetterbedingt wehte am Rosenmontag  in der Duderstädter Innenstadt eine starke Brise, auch das Rathaus wurde stürmisch erobert. Rund 200 Narren aus Desingerode, Mingerode, Westerode und Brehme drangen mit Pauken und Trompeten in den Bürgersaal ein und übernahmen die Macht.

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Rund 200 Narren aus den Eichsfelder Karnevalsvereinen stürmen nach dem Umzug durch die Innenstadt das Duderstädter Rathaus.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Angeführt von der Brass & Drum Band Mingerode zogen die Karnevalsvereine mit ihren Prunkwagen und Prinzenpaaren durch die Duderstädter Innenstadt Richtung Regierungssitz. Musikalisch unterstützte bereits zum zweiten Mal der Musikzug Plön die Eichsfelder Narren, und aus dem thüringischen Brehme waren die Original Brehmetaler Blasmusikanten angereist. Letztere nahmen gemeinsam mit dem Brehmer Faschingsclub am Rathaussturm teil, da zu den Thüringern seit Jahren ein enger Kontakt der Duderstädter Gruppen besteht.

Im Rathaus warteten schon Bürgermeister Wolfgang Nolte  (CDU) und Mitglieder des Stadtrates auf die tanzenden, hüpfenden und johlenden Horden. Nolte begrüßte die Elferräte, Prinzenpaare, Gäste und Musikzüge und gab in Schüttelreimen einen kurzen Überblick auf das, was die neuen Machtinhaber erwarten würde: Lückenschluss, Datenautobahn, Haushaltsplanung aber auch die Flüchtlingskrise oder Fremdenhass seien Themen im Stadtrat.

Die Narren nahmen es ge­lassen. Der Brehmer Sitzungspräsident Martin Milbrat spielte in seiner Rede: „Wo früher eine Kirche war, steht jetzt eine ­Basilika“, auch auf die besonderen Befugnisse eines solchen Gotteshauses an, nämlich den Ablass. Da käme es ja auf eine Sünde mehr oder weniger nicht an, so Milbrat im Hinblick auf verjubelte Finanzen nach dem Karneval.  Schmunzelnd richtete er sich auch an die Duderstädter: „Das Lossprechen von allen Sünden scheinen in ­Duderstadt ja einige so richtig nötig zu haben.“

Auch Stefan Beckmann, Präsident des Westeröder Carneval-Clubs, Dennis von Ahlen, Präsident des Desingeröder Carneval-Clubs und Klaus Marschall, der den Präsidenten der Mingeröder vertrat, weil dieser im Sinne der Vielämterei auch Prinz geworden war, gaben ihre Regierungsabsichten zum Besten. Nachdem sie ihre jeweiligen Majestäten und Kinderprinzenpaare vorgestellt hatten, verteilten sie Orden, Mettwürste und edle Tropfen an die aus dem Amt entlassenen Mitglieder des Stadtrates. Mit feierlichen Gesten wurden den Karnevalisten die „Schlüssel der Stadt“ ausgehändigt.

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