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Bunter Sommerdress macht Wintermänteln Platz

Morgens um 10 Uhr im Eichsfeld Bunter Sommerdress macht Wintermänteln Platz

Ein bisschen versteckt liegt im hinteren Teil des Gerwerbegebiets auf dem Euzenberg die Halle 17. Dort hat im April der Duderstädter DRK-Kreisverband sein neues Quartier bezogen, nachdem der alte Standort in der Industriestraße im Zuge des Umbaus der Feilenfabrik aufgegeben werden musste. Auf dem Weg zur blauen Eingangstür fallen die ersten Blicke bereits auf bunte Pullover, die in den Fenstern hängen. Das signalisiert: hier geht es zur Kleiderkammer.

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Vom T-Shirt bis zum Hochzeitskleid: Monika Flinner sortiert Kleidungsstücke.

Quelle: Tietzek

Eine weitere Tür links um die Ecke und das Ziel ist erreicht. Gerade sind die ehrenamtliche DRK-Mitarbeiterin Monika Flinner und die Praktikantin Claudia Will damit beschäftigt eine neue Ladung ausgediente Kleidung zu sortieren. "Es gibt hier Kleidungsstücke für jeden Bedarf", berichtet Flinner, die das "Regiment" in der Kleiderkammer führt.

 

Die bunte Sommerkleidung wird beiseite geräumt und so Platz für warme Herbst- und Winterkleidung geschaffen. Auf einem Kleiderständer hängen nun wollige Wintermäntel in Reihe, mit oder ohne Pelz, in den Mode-üblichen Erdfarben. In den Regalen des Verkaufsraums nebenan liegen bunte Kleiderstapel, Bettwäsche oder Sportbekleidung. Kinderschuhe, Pumps und schicke Herrenschuhe stehen nebeneinander, und ein Hutständer hält Kopfbedeckungen in alle Varianten parat.

 

"Man kann sich bei uns von oben bis unten einkleiden, in allen möglichen Farben und Größen", erklärt Flinner. "Wir nehmen pro Kleidungsstück 50 Cent bis zwei Euro, egal ob alt oder neu". Denn auch neue oder besondere Stücke finden sich immer wieder unter den angebotenen Kleidern. "Ein Hochzeitskleid hatten wir auch schon", erinnert sie sich.

 

Kommen einmal Mütter mit Kindern vorbei, finden auch die Kleinen etwas für ihre Bedürfnisse. Während Eltern Sponge-Bob-T-Shirts für ihre Sprösslinge aussuchen, können die Kleinen in einer großen Spielzeugkiste stöbern und sich etwas zum Spielen aussuchen. Sogar Brettspiele finden sich im Sortiment wieder.

 

Kleidung für Bedürftige

 

Kundschaft ist heute noch keine da gewesen. "Außer einer Frau, die gefragt hat, ob man nur als Hartz-IV-Empfänger Kleider bekommen könne", berichtet Flinner. Es sei eine weit verbreitete falsche Annahme, dass sich das Angebot der Kleiderkammer nur an spezielle Gruppen richte. "Hier kann sich jeder neu einkleiden, der in irgendeiner Art bedürftig ist." Auch zur Karnevalszeit seien bereits kreative Köpfe aufgetaucht, um sich eine ausgefallene Verkleidung zusammenzustellen.

 

Dass der Umzug der DRK von der Industriestraße auf den Euzenberg mit dem Ausbleiben der Kleiderkammer-Kunden zu tun hat, vermutet DRK-Sprecher Fritz Rüffert. "Am alten Standort haben die Leute bei uns Schlange gestanden. An der Bedürftigkeit hat sich sicher nichts geändert."

 

Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes befindet sich in der Halle 17 im Gewerbegebiet auf dem Euzenberg. Sie ist am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

Von Björn Dinges

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