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Eimerweise Kirschsaft für viele durstige Kehlen

Morgens um 10 Uhr im Eichsfeld Eimerweise Kirschsaft für viele durstige Kehlen

Die erste "Rutsche" Essen, das Frühstück, ist morgens um zehn Uhr längst abgefertigt. Inzwischen sind die Mitarbeiter der Standortküche der Bundespolizei dabei, die Vorbereitungen für das Mittagessen zu treffen: Schweinepfeffersteak mit Kroketten und gemischtem Salat steht heute auf dem Speiseplan.

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Kirschsaft aus Eimern: Marion Mever (l.) und Ines Ewald.

Quelle: MW

Hartmut Bönig, der im Jahr 1975 beim damaligen Bundesgrenzschutz seinen Dienst antrat und seit 25 Jahren als Einsatzkoch arbeitet, schnippelt große Mengen Gurken und Tomaten. Die kommen zum Eisbergsalat dazu und werden mit French Dressing auf Jo-ghurt-Sahne-Basis verfeinert - aber erst viel später, um kurz vor Zwölf. Denn eines der obersten Gebote in der Küche am Euzenberg heißt: frische Zubereitung.

Die Regelstärke der Bediensteten bei der Bundespolizei in Duderstadt beträgt etwa 450 hungrige Mägen. Nicht alle nehmen das vielfältige Essensangebot in Anspruch. "Das sind mal mehr, mal weniger, wir müssen da sehr flexibel reagieren können", erklärt Küchenmeister Reinhard Jung.

Für das Mittagessen müssen sich die Bediensteten am Euzenberg bis morgens um 9 Uhr eingetragen haben. "Rund 200 Essen werden durchschnittlich pro Tag in der Standortküche ausgegeben", weiß Jung. Neben der frischen Zubereitung ist die Vielfalt im Speiseplan bemerkenswert. "Innerhalb von acht Wochen gibt es grundsätzlich keine Wiederholung bei den Gerichten", erklärt Jung stolz.

Die Speisepläne mit täglich zwei Gerichten stellt der Küchenmeister zusammen, unter der Prämisse "landsmannschaftlicher Zusammensetzung der Verpflegungsteilnehmer und ernährungsphysiologisch sinnvoll". Anlässlich des Hubertustages läuft derzeit die Wildwoche: Hasenkeule mit Karotten, Hirschkeule, zarter Wildlachs oder als Alternative doch lieber scharfes Chili con Carne oder deftige Nudelvariationen?

Ein zwölfköpfiges Team arbeitet in der Küche zusammen, um das Essen pünktlich zur Ausgabe fertigzustellen. So auch die Küchenhelferinnen Ines Ewald aus Nesselröden und Marion Meyer aus Brehme, die gerade dabei sind, den Getränkespender mit Kirschsaft aufzufüllen.

Zutaten aus der Region

Nach der Dienstbesprechung gegen 10.30 Uhr nimmt das Team die nächsten Aufgaben in Angriff. 30 Kilogramm Schweinesteak müssen noch geschnitten werden, bevor sie in die riesigen Pfannen kommen und auf direktem Wege zur ersten Essensausgabe um 12 Uhr gelangen. Die Zutaten wie Fleisch, Gemüse oder Eier werden direkt aus der Region geliefert, beispielsweise von der Fleischerei Böning oder der Gemüsehandlung Diedrich. Qualität und Frische sind dabei oberstes Gebot. "Wir sind bemüht, unsere Kunden durch Ausgewogenheit und Qualität zufriedenzustellen", erklärt Jung das Konzept der Küchenmannschaft. Die täglich positive Resonanz im 150 Plätze fassenden Speisesaal spricht für die gute Arbeit des Teams.

Von Björn Dinges

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