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Familienname Grünewald passt zur Baumschule

Morgens um 10 Uhr im Eichsfeld Familienname Grünewald passt zur Baumschule

Gerade jetzt im Frühjahr herrscht auf dem Betriebshof der Firma Grünewald schon morgens um zehn Uhr reger Betrieb. Die Brochthäuserin Elfriede Bögershausen steht zwischen unterschiedlichsten Pflanzensorten, um sich die schönsten für ihre neue Balkonbepflanzung auszusuchen. Seit 30 Jahren kommt sie her, wie sie erzählt, und an diesem Tag fällt ihre Wahl auf Geranien.

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Beim Verpflanzen der Koniferen: Gärtnermeister Matthias Grünewald (links) und Auszubildender Sascha Soenke.

Quelle: Mischke

Um sie herum stöbern weitere Kunden nach anderen Ziergehölzen, Koniferen oder Bodendeckern, um ihren Garten frühlingsfit zu machen. "Das ist das typische Bild für diese Jahreszeit", wie Matthias Grünewald verrät. "Im Grunde wird jetzt noch richtig gepflanzt."

 

Als Enkel des Gründers führt Gärtnermeister Matthias Grünewald heute mit seinen Brüdern Hans-Georg, Baumschuler, und Godehard Grünewald, Gartengestalter, das Unternehmen, das neben Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau als einer der wenigen Betriebe in der Region auch eine Baumschule umfasst, weiter. Und bei dem breiten Angebot, das die Fachmänner neben dem Verkauf auf dem Hof anbieten, hat das gesamte Team schon morgens alle Hände voll zu tun: Einige Mitarbeiter des Bereichs Landschaftsbau sind gerade unterwegs und pflanzen in Privatgärten, andere beschneiden woanders gerade Kletterpflanzen.

 

Auch in der Baumschule, einem außerhalb gelegenen, über zwei Hektar großen Stück Land, auf dem unterschiedlichste Koniferen und Obstbäume heranwachsen, hat die Arbeit längst begonnen. Die Koniferen, die dort jetzt seit drei Jahren stehen, werden gerade verpflanzt.

 

"Wir stechen sie erst aus und positionieren sie dann um, so dass sie dauerhaft nur feines Wurzelwerk entwickeln", erklärt Grünewald den Ablauf. Dies geschehe regelmäßig alle drei Jahre so und sei der einzige Weg, um das Entstehen dicker Wurzeln zu verhindern. "Mit denen wären die Pflanzen irgendwann nicht mehr verpflanzbar," sagt Grünewald. Deshalb hätten er und Sascha Soenke, Auszubildender zum Gärtner, Fachrichtung Baumschule, gerade mit dem Verpflanzen begonnen.

 

"Die ältesten Koniferen werden bis zu acht Mal verpflanzt", erzählt der Gärnermeister weiter. Meist hätten sie dann einen Stammumfang von etwa 90 Zentimeter. "Etwas größeres könnte man mit keinem Tieflader mehr transportieren." Aber solche Riesen zu verkaufen sei so oder so die Ausnahme, denn "da kann der Marktpreis dann schon mal bei 20000 Euro liegen", wie Grünewald berichtet.

 

Direkt neben den Nadelgehölzen der Baumschule stehen die Obstbäume: Äpfel, Pflaumen, Kirschen oder Zwetschgen. "Die werden jetzt gewildert", berichtet Grünewald weiter. Mit seinen Mitarbeitern entferne er dabei bei den im letzten Jahr veredelten Bäumen alle wild wachsenden Stellen, um die Edelsorte frei zu stellen. "Da gibt es für uns jetzt noch einiges zu tun."

 

Nach dem Rechten schauen

 

Nebenbei wird natürlich immer auch grundsätzlich nach dem Rechten geschaut: Grünewald deutet auf eine Kirschsorte, bei der die Kopulation, das ist die Art, mit der Kirschen veredelt werden, nicht geglückt ist. "So was kommt halt auch vor", sagt der Gärtnermeister.

 

Auf dem Hof der Grünewalds geht es währendessen munter weiter: Anna Grünewald, Mutter der Gründerenkel, kümmert sich um die Stachelbeerpflanzen. Ihre Tochter Christine, Schwester der Herren Grünewald, berät einen Kunden beim Kauf einer Linde. Darüber hinaus wird sich noch auf einer Containerfläche von rund 2000 Quadratmetern um die Produktion von Pflanzen gekümmert. "Das ist genau das, was mir so gefällt: Dieser Beruf ist so vielfältig", sagt Grünewald, wieder auf dem Hof angekommen. "Nur manchmal ein bisschen mehr Zeit, das wäre schon schön", lacht er. Und dann verabschiedet er sich schnell: "Jetzt muss ich zu einer älteren Dame, eine im Winter erfrorene Pflanze austauschen."

Von Christina Stender

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