Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Kolonne arbeitet schnell und zieht dann weiter

Morgens um 10 Uhr im Eichsfeld Kolonne arbeitet schnell und zieht dann weiter

Wo an den Straßen des Landkreises etwas zu tun ist, sind sie zur Stelle: Kolonnenführer Hannes Hunger und sein Team. Das sind Markus Nordmann, Klaus Haase, Günter Wagener und Lkw-Fahrer Reinhard Dehnecke. Ihre Aufgaben gehen vom Winterdienst über das Mähen von Straßengräben und Banketten (die Bereiche zwischen Fahrbahn und Graben) bis hin zu Reparaturen an Brücken. 

Voriger Artikel
In der Mathestunde fliegen Bälle durch die Luft
Nächster Artikel
Zurück zum ursprünglichen Trennungsgedanken

Halten die Straßen im Landkreises in Schuss: Klaus Haase, Günter Wagener und Hannes Hunger von der Wartungskolonne. 

Quelle: OT

Auch die Wartung und Reinigung von Wassereinläufen, der Baum- und Strauchschnitt und das Ersetzen von Straßenschildern und Leitpfosten gehört zu ihrem Verantwortungsbereich.

Heute hat die Kolonne einen Auftrag an der Kreisstraße 114 zwischen Seeburg und Wollbrandshausen. Am Rand ist die Fahrbahn abgesackt und wird mit Asphalt ausgebessert. Abgesackt heißt, sie hat im Laufe der Jahre Dellen durch die Last der Fahrzeuge erhalten – unangenehm für Autofahrer, auch weil Wasser an diesen Stellen nicht richtig ablaufen kann. 

Augenmaß und Erfahrung

Um diese Stellen auszubessern, wird Asphalt aus einem Thermo-Behälter auf dem Lastwagen, der ihn bei etwa 180 Grad Celsius hält, an die Stelle abgelassen, die ausgebessert werden muss. Mit Asphaltschiebern verteilen die Arbeiter das Material. Metall-Streifen links und rechts geben an, wie dick die Schicht werden muss. Dazwischen seien Augenmaß und Erfahrung gefragt, so Hunger.

„Unsere Aufgaben sind saisonabhängig“, erklärt Hunger. In der kalten Jahreszeit seien vor allem Baum- und Strauchschnitt sowie natürlich der Winterdienst an der Reihe. Im Frühjahr begännen dann die Ausbesserungsarbeiten an den Fahrbahnen. Wasser dringe zum Beispiel in Risse ein und sprenge diese beim Gefrieren. Risse schleift das Team aus und füllt sie mit Bitumen. „Wir füllen es heiß ein und auch wenn es erkaltet, bleibt es elastisch“, erklärt der Kolonnenführer.

Vor- und Nachteile

Heiß kommt auch der Asphalt, der ebenfalls Bitumen enthält, vom Laster. Nach dem Verteilen muss er schnell,  vor dem Erkalten, festgewalzt werden. Das macht Markus Nordmann gerade mit der Rüttelwalze. „Das Wetter ist jetzt sehr angenehm für uns im Vergleich zum Hochsommer“, merkt Hunger angesichts des hochtemperierten Arbeitsmaterials an. Es kühle aber schneller ab, nennt Dehnecke auch einen Nachteil der Schafskälte. Direkt neben der Baustelle fließt der Verkehr durch den Engpass. Die Kolonne arbeitet fast immer bei fließendem Verkehr, Vollsperrungen sind die Ausnahme.

So muss das Team ständig achtgeben, den Verkehr wenn nötig zeitweise regeln. Nicht nur die orangenen Fahrzeuge und ihre Leuchten warnen die Autofahrer vor der Baustelle, sondern auch Markierungen einige hundert Meter davor.

Das Team streut wie Sand aussehendes Material, so genannten Asphaltgruß, an die Ränder der neuen Asphaltschicht. Damit sich die neue Schicht mit der Fahrbahn verbindet, hatten sie im Vorfeld Asphalt-Kleber aufgebracht. Der Asphaltgruß macht den überschüssigen Kleber unschädlich, damit die Räder vorbeikommender Fahrzeuge die neue Schicht nicht wieder aufreißen. Denn unmittelbar nach den Ausbesserungsarbeiten ist die Straße wieder befahrbar. Die Kolonne zieht weiter zur nächsten Baustelle.

Von Matthias Moneke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Morgens um 10
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt