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Kunden kommen schon um sechs Uhr morgens

Morgens um 10 Uhr im Eichsfeld Kunden kommen schon um sechs Uhr morgens

Die Turmuhren der Duderstädter Innenstadt schlagen zehn. An ihrer Peripherie herrscht reges Einkaufstreiben, nämlich im Edeka-Neukauf von Ursula und Josef Gotthardt. "Ach es geht", gibt sich Ursula Gotthardt bescheiden. Um diese Zeit rechne sie sonst mit noch mehr Kundenbesuch.

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Obsttheke: Maria Conradi, Angela Dietrich, Ursel Gotthardt (v. l.).

Quelle: Pförtner

Montags bis sonnabends von 7 bis 20 Uhr sind die Öffnungszeiten. "Aber wir haben den Eingang meist schon um 6 Uhr offen, und nicht wenige wollen dann auch schon einkaufen", berichtet die Laden-Chefin. Mehrere Kassen sind gerade besetzt, lange Schlangen bilden sich also nicht. Rund 40 Mitarbeiter gehören zu der Edeka Filiale.

 

Küche für alles

 

Besprechungsraum, Sozialraum und vieles mehr ist die kleine Küche. Sie ist der Knotenpunkt des Betriebes. Hier melden sich die Mitarbeiter der Abteilungen, um zu berichten, und das geschieht überwiegend vormittags. Die Geschehnisse des Vortages werden ausgewertet. Was für die nächsten Tage bestellt werden muss, wird besprochen. "Das Wetter spielt hierbei eine größere Rolle, als mancher meint", weiß Gotthardt. Stehe sonniges Wetter an, würden natürlich deutlich mehr Grillwaren nachgefragt.

 

Auch zum Frühstück kommt man in die Küche. Sie ist das "geheime Zentrum" des Betriebes. Gerade kommt Dirk Wagner herein und hat eine "Cola-Frage" zu klären: Er möchte wissen, ob ein Kunde, der größere Mengen als Komissionsware mitgenommen hat, die überschüssigen Flaschen - natürlich original verpackt - zurückgeben kann.

 

Wagner ist ein Urgestein im Laden. Seit rund 20 Jahren ist er dort beschäftigt. Nicht nur seine Ausbildung hat er dort absolviert, schon als Schüler hat er im Edeka gejobbt. Fragt man Ursula Gotthardt, wie lange das Duderstädter Edeka-Geschäft am Schützenring 19 schon bestehe, muss sie schätzen: "So um die 20 Jahre bestimmt." Gotthardts haben es jedenfalls 1995 übernommen.

 

Anna Schwarz huscht durch die Küche. Sie holt ihre Tasche, hat Feierabend. Seit 5 Uhr ist sie im Dienst gewesen. Sie ist für Frischwaren, genau genommen für die Milchprodukte, zuständig. Für viele Mitarbeiter fängt der Tag bereits um 5 Uhr an, für manche sogar schon um 4.30 Uhr. Die Warenannahme ist nämlich eine umfangreiche Tätigkeit. Nicht nur gilt es, die Waren zu registrieren und einzusortieren, auch müssen sie überprüft werden. Das gilt für die Artikel selbst, aber auch für Transportfahrzeug und Fahrer - vom augenscheinlichen Eindruck bis hin zu den Werten des Infrarot-Thermometers.

 

Umbruchstimmung

 

Der Betrieb steht zurzeit vor einer Herausforderung: Bald zieht der Edeka-Neuauf in ein neu errichtetes Gebäude in Nachbarschaft der komplett restaurierten Feilenfabrik (Tageblatt berichtete) um. Das bedeutet jede Menge Vorbereitungsarbeit für das Team, das dann noch aufgestockt werden soll. Das Ehepaar Gotthardt hat sich kundig gemacht, nicht nur bundesweit, auch in den Niederlanden und Dänemark ähnliche Einkaufszentren begutachtet. Die Ladenfläche wird sich von 1000 auf 4000 Quadratmeter vervierfachen: "Um 'Neukauf` zu sein, müssen schon gewisse Bedingungen, wie mindestens vier Frische-Abteilungen und 110 Sorten Obst und Gemüse, erfüllt sein. Wir werden auch ein "Edeka Frische-Center" sein, da kommt noch einiges hinzu."

Von Matthias Monecke

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