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„Morgens um 10 Uhr im Eichsfeld“: Fahrradgeschäft Beckmann

Fahrrad fit für Frühling „Morgens um 10 Uhr im Eichsfeld“: Fahrradgeschäft Beckmann

Was ist vormittags los im Eichsfeld? In einer Serie besucht das Tageblatt morgens um 10 Uhr Menschen und Orte der Region. Heute: Fahrräder und Sport Beckmann.

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Flottes E-Bike: Stephan Beckmann (42, links) mit Kunde Björn Steinmetz.

Quelle: Richter

Duderstadt. Über 150 Fahrräder stehen momentan im Laden der Familie Beckmann in der unteren Duderstädter Marktstraße. Vom Damenrad über Mountainbikes bis hin zum Kinderrad ist für jedes Alter, fast jeden Geschmack und natürlich Trainingsstand etwas dabei. Doch auch Ersatzteile, Bekleidung oder schützende Helme sind im Geschäft Fahrrad und Sport Beckmann zu finden.

„In den Wintermonaten ist viel Zeit für Beratung und Reparatur“, meint Stephan Beckmann, der mit seiner Mutter Christa das Geschäft führt. Doch das unbeständige Wetter habe auch sein Gutes. „Viele Kunden bringen ihre Fahrräder schon jetzt zur Inspektion, damit im Frühling alles wieder reibungsfrei läuft“, sagt Beckmann.

Der gelernte Gas- und Wasserinstallateur kam durch seinen Vater zum Fahrradgeschäft. Als der Senior ein Jahr zur Kur war, musste der Sohn ran. Sein enormes Wissen hat er bei nicht nur bei etlichen Lehrgängen und Schulungen erworben: „Das hat sich über die Jahre entwickelt, der tägliche Austausch mit den Kunden hat auch viel dazu beigetragen“.

Leidenschaft und Charme

Sein 65-jähriger Vater Reiner Beckmann sei aber immer noch in der Zweigstelle in Rollshausen tätig. Dort wurde eigens noch ein Haus gebaut, da Lagerfläche fehlte.

Beckmanns haben in den Jahren 1991/92 in Gieboldehausen ihr erstes Fahrradgeschäft eröffnet, seit 1997 sind sie in Duderstadt ansässig. Nachdem das erste Ladengeschäft hinter dem Rathaus nicht mehr genügend Platz bot, sind Mutter und Sohn vor vier Jahren in die Räume in der Marktstraße umgezogen.

Mit viel Leidenschaft und persönlichem Charme werden Beckmanns Kunden betreut und beraten. Vertrauen und Kundennähe sind dem 42-Jährigen beim Verkauf wichtig. „Das Wohlfühlen auf dem Rad ist sehr entscheidend, wir bieten deshalb nach dem Kauf bei Unzufriedenheit auch nachträgliche Ändererungen an“, berichtet der Fahrradliebhaber.

Kostenlose Inspektion

Zudem ist die erste Inspektion nach einem Fahrradkauf bei Beckmann kostenlos. Kunden haben hierfür 60 bis 90 Tage Zeit. „Die Leute haben ein Anrecht auf Beratung“, meint Beckmann.

Am häufigsten wechselt der Junior Reifen und Griffe – im Sommer ebenso, wie im Winter: „Bei Vielfahrern sind das Hauptverschleißteile“. Funktionsbekleidung sei in den Wintermonaten dagegen kaum gefragt. „Die wird meist eh nur von eingefleischten Radfahrern gekauft“, so Beckmann.

Ein Renner dagegen seien Fahrradhelme  – und das ganzjährig: „Ein guter Helm kann Leben retten, und durch viele Neuerungen wird auch Schutzbekleidung immer komfortabler.“ Geringeres Gewicht, moderne Belüftung und ein ergonomisches Design machten den Helm immer beliebter, so der Fahrrad-Experte.

„Morgens um 10 Uhr im Eichsfeld“: Fahrradgeschäft Beckmann © Richter

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Obwohl noch keine gesetzliche Helm-Pflicht bestünde, steige die Nachfrage stetig an. Ebenso wichtig wie ein gutsitzender Helm ist laut Beckmann auch eine gute Beleuchtung. Dabei kommt immer mehr LED-Technik zum Einsatz.

Während Christa Beckmann eine Mutter mit Kind beim Helmkauf berät, zieht Stephan Beckmann in seiner Werkstatt im hinteren Teil des Ladens fix einen pannensicheren Reifen auf eine Felge. „Der hat ein dickeres Gummi“, erklärt er beim Abschrauben desHinterrades. Das dauert nur wenige Minuten, denn jeder Handgriff sitzt.

Auch die Erklärung der Technik bei den immer beliebter werden E-Bikes, die mit einem Akku betrieben werden, ist für Beckmann kein Problem. „Die sind bei älteren Menschen sehr beliebt, die noch mobil bleiben möchten“, weiß Beckmann. Und eine Probefahrt gehört bei Beckmanns natürlich bei jedem Fahrradkauf dazu.

Dazu fällt dem 42-Jährigen ein Erlebnis ein: „Bei einer Probefahrt hat ein Kunde irrtümlich ein Fahrrad mitgenommen, kam von der Probefahrt nicht zurück.“ Glücklicherweise habe er sich später gemeldet. „Man muss eben Vertrauen in seine Kunden haben“, weiß Beckmann, der Duderstadt als radfahrerfreundlich lobt.

Von Helena Gries

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