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Präsenz zeigen, mobil sein und präventiv wirken

Tageblatt-Serie „Morgens um 10 im Eichsfeld“ Präsenz zeigen, mobil sein und präventiv wirken

In einer Serie besucht das Eichsfelder Tageblatt morgens um 10 Uhr Orte und Menschen in der Region. Heute: Die Fahrradstreife der Duderstädter Polizei.

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Mit dem Auto nicht möglich, mit dem Rad kein Problem: Jürgen Maur (l.) und Karl-Robert Müller kontrollieren das LNS-Gelände.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Die Blicke der Duderstädter sind ihnen gewiss, wenn Karl-Robert Müller und Jürgen Maur durch die Stadt radeln. Sie tragen Pistole, Handschellen und Funkgerät, dazu ein Trikot, eine kurze Hose und einen Fahrradhelm. Auf dem blauen Shirt prangt das Wort „Polizei“. Müller und Maur sind die Fahrradstreife der Polizei Duderstadt.

Abschreckende Wirkung

„Unsere vorrangige Aufgabe ist es, Präsenz zu zeigen und damit präventiv zu wirken“, erklärt Müller (57). Daher fahre er mit seinem Kollegen die neuralgischen Punkte in Duderstadt ab: Schwimmbad, LNS-Gelände und Innenstadt. „Vor dem Freibad stellen wir die Räder ab und drehen zu Fuß eine Runde über die Wiesen“, sagt Müller. Das wirke abschreckend auf potentielle Diebe, die es ausnutzen wollen, wenn Gäste im Wasser sind und nicht auf ihre Taschen aufpassen. Zudem erfahren Maur und Müller, dass in der Nacht Leute über den Zaun geklettert sind und gebadet haben. „Das ist erstmal Hausfriedensbruch“, erklärt Maur. Zudem hätten die Eindringlinge Bänke und den Sprungturm verschmutzt.

Präsenz zeigen: Zwischenstopp im Schwimmbad.

Quelle:

Auf ihrer morgendlichen Tour fahren die beiden Polizisten auch am Wall in Richtung Minigolfplatz. Mit einem Auge schauen sie in Richtung der Büsche. „Hier entdecken wir regelmäßig leere Handtaschen, die Diebe im Dickicht entsorgt haben“, sagt Maur.

Beweglicher als mit dem Streifenwagen

Auf ihrem 24-Gang-Mountainbikes sind die Radstreifen beweglicher als mit dem Streifenwagen und können in Bereiche fahren, wo sie mit dem Auto nicht hinkommen. Zum Beispiel auf das LNS-Gelände. „Natürlich gibt es hier ab und zu Leute, die das Gelände verschmutzen. Oder auch Exhibitionisten“, sagt Müller. An diesem Morgen ist es jedoch ruhig.

Weiter geht es in die Innenstadt. Maur und Müller werden auf der Marktstraße von vielen Duderstädtern freundlich gegrüßt. „Nicht durch die Stadt rasen“, ruft ein Anwohner und lacht. Müller kennt als Kontaktbeamter viele der Menschen, die an die an diesem Morgen unterwegs sind. Ein Vorteil als Radstreife sei die Nähe zu den Bürgern. „Wir können immer mal anhalten und kurz mit den Leuten sprechen“, erklärt der 57-Jährige. Und Tipps geben. Ein Lieferwagen steht in einer Seitenstraße, die Türen beide sperrangelweit offen, auf dem Beifahrersitz liegt eine Handtasche. „Die könnte jetzt jeder problemlos mitnehmen“, meint Maur. Aus dem Hauseingang hinter dem Wagen kommen die Besitzer. Beim freundlichen Plausch erklären Maur und Müller, dass man seine Wertsachen nicht so offen rumliegen lassen sollte.

Hauptwege der Schüler

Und weiter geht die Fahrt. Schnell noch ein Auto überprüfen, das auf einem Behindertenparkplatz abgestellt ist, dann geht es weiter. „Es sind ja gerade Ferien. In der Schulzeit schauen wir nach den Hauptwegen der Schüler“, erklärt Müller. Bis dahin heißt es: Präsenz zeigen und im Ernstfall eingreifen.

Michael Kerzel

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