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Wäschepflege und Zigeunergeige

Morgens um 10 Uhr im Eichsfeld Wäschepflege und Zigeunergeige

Der Duft von scharfen Gewürzen liegt in der Luft. Aus einem mit Puszta-Spezialitäten gefüllten Topf steigt Dampf auf. Vor dem Herd steht Oliver Bauer, der eine Ausbildung zum Koch absolviert. Der Rhumspringer zaubert ein aromatisches Letscho.

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Letscho und Zigeunergeige: Elisabeth Gremmel-Piri und Oliver Bauer in der Küche.

Quelle: Straubel

Mit anderen Mitarbeitern hat er zuvor um zehn Uhr an einer Arbeitsbesprechung teilgenommen. Für die staatlich geprüfte Hauswirtschafterin Jacqueline Göbel heißt es danach, die Zimmer picobello zu reinigen. Das ist nicht die einzige Aufgabe. Ihr Arbeitspensum wechselt, so dass nie Langeweile aufkommt. Von der Wäschepflege bis zum Herrichten des Frühstücks und dem Bedienen im Restaurant kann Göbel an vielen Stellen ihre Stärken zeigen. "Es ist sehr abwechslungsreich. Mir macht der Umgang mit Menschen viel Spaß."

Im Weinkeller bringt derweil Jessica Vesper für die nächsten Gäste alles auf Vordermann. Sie sammelt praktische Erfahrungen, bevor am 1. August ihre Ausbildung beginnt. "Ich freue mich darauf, Menschen aus verschiedenen Kulturen kennen zu lernen." Und dazu wird sie reichlich Gelegenheit haben: "Wir hatten schon Übernachtungsgäste aus über 100 Ländern", erzählt Inhaberin Elisabeth Gremmel-Piri. Dabei handelt es sich nach Worten der 58-Jährigen zu einem großen Teil um Patienten, Techniker oder in anderen Berufen tätige Menschen, die zur Firma Otto Bock wollen oder um Patienten von des Duderstädter Facharztes Thomas Neßelhut. Haben Patienten erst nach 10 Uhr, also dem Ende der Frühstückszeit, einen Termin, sieht es Gremmel-Piri als eine wichtige Aufgabe an, sich mit diesen Gästen zu beschäftigen, zu unterhalten "und Emotionen auszutauschen".

Internationales Angebot

So international wie die Gäste sind auch die Speisenangebote. Neben den rund 40 Gerichten auf der Karte stellt die gebürtige Ungarin gerne auch spezielle Angebote zusammen. Beispielsweise, wenn Muslime zu Gast sind. Dann sind unter anderem Lamm, Huhn, sehr viel Reis und Gemüse angesagt. Die Eichsfelder entschieden sich besonders gerne für Rumpsteak, das mit Käse und Schinken gefüllt ist, die "Zigeunergeige" oder Palatschinken.

Wenn sich Gremmel-Piri vormittags Gedanken über die Vorratshaltung macht, benötigt sie keinen Computer. "Das habe ich alles im Kopf", schmunzelt die Inhaberin. Bei ihrem Wareneinkauf setzt sie gerne auf Metzgermeister aus der Region.

Auch in Zukunft wird nicht nur morgens um 10 Uhr ein Hauch von Ungarn durch die Brehmestadt wehen. Sohn und Hotelfachmann Bela Piri möchte die Tradition des Hauses im Schatten der Oberkirche fortsetzen.

Von Axel Artmann

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