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Zentrallabor ist 24 Stunden am Tag besetzt

Morgens um 10 Uhr im Eichsfeld Zentrallabor ist 24 Stunden am Tag besetzt

Rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag ist das Labor im St. Martini Krankenhaus besetzt. Sämtliche Blut- und Urinuntersuchungen, die in der Duderstädter Einrichtung anfallen, werden im dortigen Zentrallabor durchgeführt. Die achtköpfige Crew um Laborleiterin Ulrike Volkmar ist für ihre Aufgaben, die aus dem Krankenhaus-Betrieb schon lange nicht mehr wegzudenken sind, bestens ausgerüstet. 

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Lieferprobleme: Derzeit lagern nur wenige Blutkonserven im Duderstädter Labor.

Quelle: Walter

"Es gibt nur ganz wenige Blut- und Urinproben, die wir an das Hygienische Institut nach Göttingen schicken müssen. Aber das ist wirklich nur ein geringer Bruchteil. Wir haben so gut wie alle Instrumente hier", erklärt Volkmar, die am Freitagmorgen um zehn Uhr mit drei weiteren Mitarbeiterinnen die anfallenden Arbeiten erledigt.

 

In der manuellen Abteilung untersucht Gisela Hoolmans die Urinprobe eines Patienten am Phasenkontrast-Mikroskop. Was für Hoolmans unter dem Mikroskop sichtbar wird, können andere nebenan am Bildschirm verfolgen. "Die Kombination von Mikroskop und Bildschirm haben wir seit Anfang dieses Jahres. Mitarbeitern und vor allem auch Praktikanten ist dadurch ein unglaublicher Lerneffekt gegeben", so Volkmar. Für Hoolmans ist an diesem Morgen bereits die 18. Arbeitsstunde angebrochen. Denn: Jede Nacht wird das Labor durch einen Mitarbeiter besetzt, der bei Notfällen zu späterer oder früher Stunde im Einsatz ist.

 

In der Serologie führt Christiane Tenz währenddessen eine sogenannte Kreuzprobe durch. Bei dieser wird die Verträglichkeit von Blutgruppen zwischen Empfänger- und Spenderblut untersucht. Auch ist Tenz dafür zuständig, die Blutgruppen der neu eingelieferten Patienten zu bestimmen. Neben ihrem Arbeitsplatz befindet sich ein spezieller Kühlschrank, in dem die gesamten Blutkonserven des Krankenhauses aufbewahrt werden. Eine eher geringe Zahl. "Es ist erschreckend, wie wenig Blutkonserven wir derzeit bekommen. Es gehen kaum noch Menschen zum Blutspenden", gibt Volkmar eine Erklärung für die leeren Fächer des Gerätes.

 

Zentrale Stelle des Labors ist die Probenannahme. Sämtliches Blut und Urin, das von den Stationen zur Untersuchung in das Labor kommt, wird durch ein Verbindungsfenster vom Flur aus hineingereicht. Von hier geht es entweder gleich zur anstehenden Untersuchung oder in die Zentrifuge, die das Blut in Serum und Blutkuchen oder Plasma und Blutkuchen teilt.

 

Zwei Analyser

 

Zu der technischen Ausstattung des Krankenhauslabors gehören zwei Analyser, mit denen verschiedenste Krankheiten anhand des Blutes festgestellt werden können. An einem dieser beiden arbeitet Bärbel Hose. Das Arbeitsgerät der Rhumspringerin zeigt an, ob sich sogenannte Tumormarker, das heißt Proteine, Peptide oder andere biologische Substanzen im Blut befinden, deren erhöhte Konzentration auf einen Tumor hindeuten. Des Weiteren wird Aufschluss darüber gegeben, ob der Patient eventuell an einer Schilddrüsenerkrankung leidet.

 

Der zweite Analyser des Labors kommt am Freitagmorgen zunächst ohne Bedienung aus. Volkmar: "Es handelt sich bei beiden Geräten um Vollautomate. Sie arbeiten zeitweise von alleine." Die Tätigkeiten des Laborpersonals beschränken sich hierbei auf das Kalibrieren der Geräte, was bereits morgens um sechs Uhr geschieht, das Hineinstellen der Blutproben und das Auswerten der Ergebnisse, die später über den zentralen Computer an die einzelnen Stationen weitergeleitet werden. "Über einen Strichcode, der sich an der Monovette (Blutnahmeröhrchen, Anm. d. Red.) befindet, erkennt der Analyser automatisch, um welchen Patienten es sich handelt."

 

Mittlerweile ist es 10.45 Uhr - Zeit, für einen Labormitarbeiter zur Zuckerabnahme auf die Stationen zu gehen. Vor dem Frühstück um 6.30 Uhr, nach dem Frühstück um 9 Uhr, vor dem Mittagessen um 10.45 Uhr und vor dem Abendbrot um 17 Uhr wiederholt sich dieses Prozedere viermal am Tag. Der Wert der zuckerkranken Patienten wird nach den einzelnen Stadionsrunden im Labor bestimmt.

 

Ebenfalls zu den Aufgabenbereichen des Laborteams gehören: die Hämatologie, bei der Bluterkrankungen wie Leukämie festgestellt werden können, die Gerinnungsuntersuchung, die Gerinnungsstörungen anzeigt und letztlich die ambulante Blutabnahme. Denn im Gegensatz zu den stationären Patienten, bei denen die Ärzte das Blut abnehmen, sind die Labormitarbeiter für Patienten der Inneren Ambulanz zuständig.

Von Kristin Kunze

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