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Tourismus-Boom geht am Untereichsfeld vorbei

Eichsfeld Tourismus-Boom geht am Untereichsfeld vorbei

Erhebliche Zuwächse hat es in den ersten neun Monaten dieses Jahres bei den Gäste- und Übernachtungszahlen im Eichsfeld gegeben: Die Zahl der Übernachtungen von Januar bis September stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um rund 13 Prozent, die der Gäste-Ankünfte sogar um rund 21 Prozent an.

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Wird als „Historischer Ort des Genusses“ vermarktet: Fachwerkschloss Gieboldehausen.

Quelle: Hellmold

Diese enorme Steigerung ist nahezu ausschließlich auf das Obereichsfeld zurückzuführen. Dort sind die Zuwächse noch höher als die Gesamtzahlen, da es im Untereichsfeld lediglich geringe Steigerungen gab.

Die aktuellen Tourismuszahlen hat der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsverbandes Eichsfeld (HVE), Gerold Wucherpfennig, bei der Mitgliederversammlung in Küllstedt bekanntgegeben. Laut Thüringer Landesamt für Statistik, dessen Erhebungen das niedersächsische Eichsfeld einbeziehen, stieg die Zahl der Übernachtungen in den ersten drei Jahresquartalen gegenüber dem Vorjahr von 288 143 auf 324 661, die der Ankünfte von 92 450 auf 111 599. Hinzu kommt, dass das Eichsfeld bereits 2008 leicht hinzugewonnen hat. „Wir können zufrieden sein“, sagt Wucherpfennig – zumal andere Regionen stagnierten oder sogar Gäste verloren hätten.

Auch Duderstadts Tourismusexperte Christian Zöpfgen spricht von einem erfreulichen Ergebnis. Entscheidend seien die Angebote der einzelnen Häuser, wichtig sei jedoch auch, wieviel Umsatz die Gäste machen würden.

Als eine Ursache für die positive Entwicklung nennen Wucherpfennig und HVE-Geschäftsführer Jens Kuhr rege Marketing-Aktivitäten. Der Bekanntheitsgrad Thüringens sei gestiegen, das Heilbad Heiligenstadt ein wichtiges Standbein. 20 Jahre Grenzöffnung und Naturschutz-Großprojekt Grünes Band seien medienwirksame Top-Themen gewesen, jenseits von Schlachteplatten und Naturschönheiten „Historische Orte des Genusses“ überregional thematisiert, Broschüren aktualisiert und neu herausgegeben worden. Der HVE sei bei 15 Messen präsent gewesen und wolle auch im kommenden Jahr die Dachmarke Eichsfeld weiterentwickeln. Neben Angeboten für Individualreisende habe der HVE auch Angebote für Großgruppen entwickelt. Als Beispiel für die vielen Anfragen nennt Kuhr das Treffen von rund 100 Kleinwüchsigen, die neben barrierefreien Übernachtungsmöglichkeiten auch Führungen zu Landwirtschaft und Natur wünschten.

Leichtes Plus im Altkreis

Am Altkreis Duderstadt geht der Tourismusboom allerdings weitgehend vorbei. Wie HVE-Geschäftsführer Jens Kuhr auf Anfrage mitteilt, habe es von Januar bis September 2009 im Untereichsfeld 34 595 Übernachtungen und damit knapp ein Prozent mehr als 2008 (34 167 Übernachtungen) gegeben, mit 35 422 Ankünften ein Plus von rund sechs Prozent gegenüber 2008 (33 276 Ankünfte).

Dass die Übernachtungszahlen im Raum Duderstadt eher stagnieren, bestätigen Gastronomen. „Die Zahlen halten sich seit Jahren die Waage“, sagt Franz-Josef Otto, der die Hotels Zum Kronprinzen in Fuhrbach und Zum Löwen in Duderstadt betreibt: „Es gibt keine großen Steigerungen, aber auch keine Einbrüche“. „Wir haben die gesunden Zahlen der Vorjahre halten können und sind damit auch zufrieden“, berichtet Michael Simmert vom Jugendgästehaus mit Europadorf, der mit 226 Betten größten Einrichtung. Über 180 Betten verfügt das Ferienparadies Pferdeberg. Auch hier stagnierten die Übernachtungszahlen auf Vorjahresniveau, teilt Janine Ley mit.

Kuno Mahnkopf

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