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Warten auf den großen Wurf

Zahl der Krippenplätze im Stadtbereich nicht aus Warten auf den großen Wurf

Ein brisantes Thema bleibt die Zahl der Betreuungsplätze für Kleinkinder in Duderstadt. Trotz zusätzlicher Betreuungsmöglichkeiten im Tabalugahaus sowie den Kindergärten Fuhrbach und Nesselröden zeichnet sich ab, dass der Bedarf weiter steigt und höher ist als die Zahl der vorhandenen Plätze.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Einstimmig haben die Mitglieder des Stadtrates Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) bevollmächtigt, weitere Verhandlungen für die bedarfsgerechte Anpassung der Betreuungsmöglichkeiten zu führen. Konkrete Schritte für das Kindergartenjahr 2017/2018 sollen vor der Umsetzung im Fachausschuss und im Rat der Stadt diskutiert werden.

Trotz des einstimmigen Beschlusses gab es auch kritische Anmerkungen in der Ratssitzung. „Obwohl die Planbarkeit schwierig ist, dürfen wir nicht durch ständiges Nachjustieren den Eindruck erwecken, fortwährend zu improvisieren“, sagte Matthias Schenke (SPD). Die Kinderbetreuung müsse grundlegend geändert werden, um sie mit erweiterten Zeiten und Angeboten den Bedürfnissen berufstätiger Eltern anzupassen, eine zentrale Anmeldemöglichkeit unter Einbezug der kirchlichen Kindergärten geschaffen werden. Doris Glahn (SPD) bemängelte das Fehlen von Elternbefragungen, verwies auf Wartelisten und den absehbar steigenden Bedarf.

„Wir brauchen den großen Wurf“, sagte Gerd Goebel (CDU). Auch Dieter Thriene (CDU) mahnte an, dass über kurzfristige Lösungen hinaus an Zukunftsperspektiven gearbeitet werden müsse: „Es gibt enttäuschte Eltern, und der Bedarf steigt langsam, aber stetig.“

Wartelisten gebe es erst seit gut einem Jahr wegen exorbitant höherer Anmeldungen, teilte Fachbereichsleiterin Bettina Steinmetz mit. Im Krippenbereich liege die Betreuungsquote zurzeit bei 52 Prozent: „Um dem Betreuungsanspruch gerecht zu werden, sind bereits 75 neue Krippenplätze geschaffen worden. Wir arbeiten daran, weitere Angebote zu bekommen.“

Einen großen Wurf und Flexibilisierung der Öffnungszeiten würde auch Bürgermeister Nolte begrüßen - wenn das finanziell möglich wäre: „Wir werden Angebote rund um die Uhr brauchen. Das setzt aber voraus, dass Land und Landkreis Geld dafür bereitstellen.“ Duderstadt schaffe das Paket nicht alleine und brauche langen Atem, meinte Nolte mit Blick auf den Zukunftsvertrag. Um eine zentrale Anmeldung der Kinder zu erreichen, sollen im ersten Quartal kommenden Jahres Gespräche mit den Kirchengemeinden geführt werden.

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