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Turbo-Abi: Eichsfeld-Gymnasium fordert verbindliche Regelung

Auf Prüfstein Turbo-Abi: Eichsfeld-Gymnasium fordert verbindliche Regelung

Im Koalitionsvertrag der rot-grünen Landesregierung wird das sogenannte Turbo-Abi auf den Prüfstein gestellt, die Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht statt neun Jahre. Dort wird ein Dialog über die Frage angekündigt, ob den Gymnasien die Wahlmöglichkeit zwischen dem kurzen (G8)  und dem längeren Weg zum Abitur (G9) eingeräumt werden soll. Am Duderstädter Eichsfeld-Gymnasium (EGD) hat man sich mit der Option bislang noch nicht befasst.

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Büffeln statt Kindheit: Das Turbo-Abi bleibt umstritten.

Quelle: Gambarini/DPA

Duderstadt. Ende Februar würden sich Gymnasialdirektoren aus ganz Niedersachsen in Königslutter treffen, um über diese und andere schulpolitische Fragen wie das ebenfalls von der neuen Regierung angedachte Abschaffen des Sitzenbleibens zu diskutieren, teilt EGD-Leiter Thomas Nebenführ mit.

Mit G8 habe man am EGD gute Erfahrungen gemacht, G9 würde aber mehr Zeit für die Kindheit lassen, meint Nebenführ und gibt sich neutral. „Fatal wäre es allerdings, G8 und G9 parallel laufen zu laufen“, betont der Schulleiter. Auf eine verbindliche Regelung pocht auch Astrid Thielecke, die am EGD Biologie und Chemie unterrichtet und im Philologenverband engagiert ist. Die Vertretung der Gymnasiallehrer fordert die Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren.

Thomas Nebenführ

Quelle:

„Wer mehr Übung braucht, ist allerdings schlecht dran“

Auch G8 funktioniere mit nicht wesentlich schlechteren Ergebnissen, G9 koste natürlich mehr Geld und erfordere mehr Lehrer, sei aber die bessere Lösung, sagt Thielecke: „Gute Schüler schaffen auch G8. Wer mehr Übung braucht, ist allerdings schlecht dran.“ Neben dem nicht so gedrängten Unterrichtsstoff ließe G8 mehr Raum für Kindheit, Freizeit und Persönlichkeitsentwicklung. Vor allem in den Naturwissenschaften gebe es Probleme mit der verkürzten Schulzeit. Teilweise würden Inhalte aus der neunten Klasse in der siebten Klasse unterrichtet: „Abstraktes Denken kann aber nicht beliebig altersmäßig nach unten verlegt werden.“ Um sich zu orientieren, würden viele Schüler zwischen Abschluss und Studienbeginn ein Freiwilliges Soziales Jahr oder andere Projekte einlegen.

Astrid Thielecke

Quelle:

Philologenverband Niedersachsen kritisiert

Der Philologenverband Niedersachsen kritisiert den Koalitionsvertrag als den Schulfrieden gefährdende „Kampfansage an ein pluralistisches, leistungsorientiertes Schulwesen“. Vorsitzender Horst Audritz lehnt die Privilegierung von Gesamtschulen ab. Das gilt auch für das Ersetzen von Noten durch Lernzustandsbeschreibungen sowie die Abschaffung von Schullaufbahnempfehlungen, Klassenwiederholungen und Überweisungen überforderter Schüler an andere Schulformen.

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