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Twa Präsidente in Ferna

Plattdütsche Frünne Twa Präsidente in Ferna

Das hat es bei den Plattdütschen Frünnen bislang noch nicht gegeben: Gleich zwei Präsidenten, nämlich der der Frünne, Werner Grobecker, und des Karneval-Vereins Ferna, Uwe Schulze, moderierten ein zweieinhalbstündiges Programm vom Feinsten.

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Froh gestimmt: Karnevalspräsident Schulze (l.), Frünne-Präsident Grobecker (re.) und Gäste.

Quelle: Germeshausen

„Wie ßind moal wear taußammen ekom, use Muttersproche te flejen“, so Werner Grobecker, der zusammen mit 130 Frünnen aus dem Ober- und Untereichsfeld bereits zum vierten Mal im Gemeindesaal in Ferna ein buntes Programm präsentierte, für das die Gastgeber sorgten. Grobecker wies zu Beginn auch auf den erfolgreichen plattdeutschen Lesewettbewerb der Sparkasse hin, bei dem kürzlich drei Schülerinnen auf Bezirksebene in Nienburg erste Plätze belegten. Er beklagte, dass die Obereichsfelder Schulen sich seit zwei Jahren nicht mehr am Wettbewerb beteiligen. 

In lustiger und origineller Form verstand es Uwe Schulze, ein wenig auf den Spitznamen der „Fernschen Pieper“ einzugehen und die Entstehungsgeschichte des Piepers darzulegen. Dass diese Figur zusammen mit dem Präsidenten sich den Gästen vorstellte, war erwartet worden und wurde mit Applaus der Anwesenden belohnt. 

Dann rollte ein Programm über die Bühne, das sowohl  Auge als auch Ohr ansprach. Der Frauen-Elferrat des Karnevalsvereins führte den Sketch „Der Gartenzaun“ auf, bevor das Frauenballett einen Showtanz vorführte. In Abwesenheit von Bürgermeister Erich Oberkersch las Uwe Schulze ein vom Bürgermeister verfasstes Grußwort vor. Dieser lobte das Engagement der Plattdütschen Frünne und bedauerte, dass die nachrückende Generation immer weniger Plattdeutsch spreche. 

Als Paradebeispiel dafür, dass es doch noch bei Kindern und Jugendlichen Ausnahmen gibt, brachte der sechsjährige Josef Diesmann „Heiteres auf Plattdeutsch in Kindermund“ zu Gehör. Der Applaus der Anwesenden war ihm sicher. Das Lied vom Burgfräulein mit dem Frauen-Elferrat des Karnevalsvereins war ein weiterer Höhepunkt des Treffens. 

„Dausend Hänne“

Der plattdeutsche Sketch von Wolfgang Sondermann und Gerhard Oberkersch kam so gut an, dass Werner Gro-becker begeistert meinte: „Wenn es so viel plattdeutsche Talente in einem Dorf gibt, dann könnt ihr darauf stolz sein.“ Rita Maulhardt, seit langem für den besinnlichen Teil der Treffen zuständig, erzählte vom Muttertag („Mutter hätt dausend Hänne“) und erläuterte den Brauch des Pfingstbaumes. 

Das musikalische Multitalent Franz Otto hatte den singenden Gehstock, die singende Säge und ein Xylophonspiel parat. Erika und Reinhold Reimann berichteten in origineller Form von einem Theaterbesuch, wobei sich „Otto“ als der Unreinliche von seiner Frau vieles anhören musste. Der anschließende Solobeitrag von Reinhold Reimann war an Originalität nicht zu überbieten. Anneliese Kopp wollte Zahnschmerzen mit Weihrauchkernen kurieren, bevor sie zusammen mit Hermann Friederici den musikalischen Schlusspunkt setzte, bei dem auch dä ole Brokemeier wieder zu seinem Recht kam.

Von Gerhard Germeshausen

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