Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Typisierungsaktion bei Ottobock

Duderstadt Typisierungsaktion bei Ottobock

Bei einer Typisierungsaktion hat am Montag die Knochenmark- und Stammzellspenderdatei (KMSG) aus Göttingen rund 80 Mitarbeiter von Ottobock als mögliche Spender registriert. Viele der Mitarbeiter des Unternehmens indes sind bereits in der Spenderdatei, wie Unternehmenssprecher Mark C. Schneider berichtet.

Voriger Artikel
Karnevalisten feiern 40-jähriges Vereinsbestehen
Nächster Artikel
Coolness ist gefragt beim Ross des Heiligen Martin

Mund auf, Wattestäbchen rein – Registrierung als Spender.

Quelle: Foto: Heller

Duderstadt. Susanne Muigg-Lange, bei der KMSG unter anderem für die Pflege der Spenderdatei zuständig, hatte bei dem Duderstädter Unternehmen angefragt, ob eine Typisierungsaktion für die Mitarbeiter möglich wäre. Am Standort Duderstadt arbeiten immerhin rund 1000 Menschen für Ottobock. „Wenn nicht wir, wer sonst?“, begründete Schneider die Zusage, die Kosten für die Aktion zu übernehmen. Damit war die Finanzierung der Aktion und vor allem die spätere Untersuchung der DNA-Proben, gesichert und für die Mitarbeiter kostenlos. Immerhin 80 Euro kostet die Untersuchung jedes Abstrichs, erklärte die Medizinerin Beatrix Pollok-Kopp von der KMSG. Ottobock sagte für die Typisierungsaktion noch während diese lief 4000 Euro zu.

Am Ende der fünfstündigen Aktion waren es rund 80 Mitarbeiter, die sich als mögliche Stammzellspender haben registrieren lassen. Unter ihnen war auch Bernd Friedhoff. „Wenn man helfen kann, soll man das auch tun,“ begründete er seine Bereitschaft, sich als möglicher Spender von Knochenmark oder Stammzellen zur Verfügung zu stellen. Seiner Schwester sei eine Nieren transplantiert worden, berichtete Friedhoff, weshalb auch er zum Beispiel einen Organspenderausweis habe. „Vielleicht kommt man ja selbst mal in eine Situation, in der man auf eine Spende angewiesen ist“, ergänzte Friedhoff.

Eine „top Aktion“

Dass die Typisierung im Hause Ottobock angeboten wurde, bezeichnete der 43-jährige als eine „top Aktion“. Im Anschreiben an die Mitarbeiter sei alles sehr gut erklärt worden. Wer an diesem Montagvormittag noch Fragen hatte, fand in der Medizinerin Pollok-Kopp und den KMSG-Mitarbeitern kompetente Ansprechpartner.

„Es kann sein, dass wir bis zu ihrem 61. Geburtstag nichts mehr von uns hören“, erklärte Muigg-Lange der 29-jährigen Ottobock-Mitarbeiterin Susanne Dalmann. Andere, die sich haben registrieren lassen und deren Parameter zu einem Patienten passen, bekämen innerhalb von wenigen Monaten Bescheid. „Wie wahrscheinlich es ist , dass man tatsächlich als Spender in Frage kommt, kann man nicht sagen“, machte die Medizinerin klar.

Spendenbereitschaft geht zurück

Aktionen wie diese bei dem Duderstädter Medizintechnikunternehmen seien wichtig, da die Spendenbereitschaft jedes Jahr zurückgehe, sagte Pollok-Kopp. In der KMSG-Datei seien etwa 34 000 Menschen registriert, deutschlandweit gebe es 26 Spenderdateien. Die potenziellen Spender-Merkmale seien in einer zentralen Datei registriert auf die weltweit zugegriffen werden könne.

Sehr viele Ottobock-Mitarbeiter am Standort Duderstadt hätten sich bereits typisieren lassen. Dalmann nutzte hingegen die Gelegenheit am Montag während der Arbeitszeit. „Ich hatte das schon länger vor“. Die junge Frau aus Kreuzerba in Thüringen sagte sich „Jetzt oder nie“. Also machte sie den Mund weit auf und strich mit dem Wattestäbchen im Mund entlang, ganz so wie es Muigg-Lange ihr erklärt hatte. Und den Organspendeausweis werde sie auch noch ausfüllen, so Dalmann.

Von Britta Eichner-Ramm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Duderstadt
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt