Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Zweitägiges "Freilichtmuseum" unter dem Dom

Schlepper-Treffen in Effelder Zweitägiges "Freilichtmuseum" unter dem Dom

Die Mitglieder des Oldtimer- und Schleppervereins (OSV) Effelder haben das zehnte Oldtimer- und Schleppertreffen organisiert. „Das Treffen ist in den Jahren immer größer geworden“, erzählt der Vereinsvorsitzende Chris Morgenthal. Auch in diesem Jahr stehen am Sonntag rund 700 Fahrzeuge auf der Wiese.

Voriger Artikel
Staubsauger fängt Feuer
Nächster Artikel
Einbruch in Laden
Quelle: RF

Rund 70 Mitglieder zählt der OSV. Die reichen aber nicht aus, um die Arbeiten am Wochenende abzudecken. „Wir machen alles selbst“, so Morgenthal, „vom Absperren bis zur Bratwurst.“ Dazu sind mehr als 120 Ehrenamtliche im Einsatz. Zu sehen sind diverse Schätze aus der langen Historie der Traktoren in Ost und West - ob Lanz Bulldog, Deutz, IFA oder Belarus. In einer der Reihen versteckt sich sogar ein argentinischer Pampa, ein Nachbau des deutschen Nachkriegs-Lanz-Bulldog D1506.

Mit einem 22 PS starken Allgaier kam Dietmar Weidemann aus Holungen nach Effelder. „Für mich ist das ein schönes Hobby“, berichtet er. „Ich will den Trecker beim Schaupflügen ausprobieren.“ Und er schlägt sich gut bei seiner Premiere. Auch der Heiligenstädter Uwe Meier beteiligt sich an der Pflugvorführung. Der Elfer Deutz, den er fährt, gehört Stefan Senge aus Rengelrode. Direkt hinter ihm zieht Sebastian Loth mit einem IFA Pionier eine Furche.

Kurz vor dem Pflügen haben die Teilnehmer am Kapellenrennen das Sprintvermögen ihrer Fahrzeuge unter Beweis gestellt. Gewonnen haben die Mitglieder der MTS-Brigade aus Körner mit ihrem K-700 des russischen Herstellers Kirowez.

Der Wettbewerb ist in Effelder Nebensache. Im Mittelpunkt steht die leidenschaft für die Fahrzeuge und deshalb bauen ihre Besitzer in Effelder dieses zweitägige Freilicht-Museum auf. Eine besondere Abteilung darin bilden die Eigenbauten aus der DDR-Zeit. „Damals war es schwer, an Traktoren zu kommen“, erklärt Morgenthal. „Die gab es hauptsächlich für die großen Landwirtschaftsbetriebe.“ Deshalb hätten manche Bastler sogar Genehmigungen für ihre Fahrzeuge erhalten, um damit ihre Äcker zu bestellen.

Den Abschluss des Treffens unterhalb des „Eichsfelder Doms“ bildet am Sonntag traditionell eine Ausfahrt durch den Ort, bei dem die Fahrzeuge im Konvoi zu bestaunen sind.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter