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100 Hektar für Windenergie bei Duderstadt

Geplante Vorrangflächen im Stadtgebiet müssen verkleinert werden 100 Hektar für Windenergie bei Duderstadt

Im Stadtgebiet ist voraussichtlich weniger Platz für Windenergieanlagen, als anfangs gedacht. Die Stadt geht jetzt von fünf potenziellen Flächen mit zusammen rund 100 Hektar Größe aus. Mit einem entsprechenden Vorentwurf will die Stadt in die sogenannte frühzeitige Bürgerbeteiligung gehen und den Plan öffentlich auslegen.

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Vorentwurf der Flächen für Windenergieanlagen bei Duderstadt. Zum Vergößern klicken.

Quelle: sw

Duderstadt. Eine Entscheidung darüber steht am Mittwoch, 3. Dezember, im Stadtrat auf der Tagesordnung. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz billigte die Absicht der Verwaltung bereits einstimmig.

Einige Bereiche, die vor einem Jahr noch in Betracht gezogen worden waren, werden gestrichen. So wird der Abstand zur Deponie Breitenberg vergrößert, weil dort tagsüber Landkreisbeschäftigte arbeiten. Der von der Stadt vorgesehene Mindestabstand zu Gewerbegebieten von 500 Metern soll auch dort gewahrt werden.

Nach Auswertung von Stellungnahmen von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange verkleinert sich auch die Fläche nördlich von Esplingerode drastisch. Um den Platz des Eichsfelder Modellbau-Clubs muss ein Radius von 500 Meter freigehalten werden.

Rotmilanhorst hinderlich

Wenn die Erlaubnis zum Start von Modellbauraketen noch bestehen würde, hätte sogar ein ein Radius von einer Seemeile, 1852 Meter, eingehalten werden müssen. Die Erlaubnis sei aber widerrufen worden, sagte der von der Stadt beauftragte  Planer Henning Schwerdt im Stadtentwicklungsausschuss.

Fraglich ist noch, ob auf der großen Fläche zwischen Nesselröden, Immingerode und Westerode im vorgesehenen Umfang für Windräder genutzt werden kann. Auf der ostseite des Mittelberges gibt es einen Rotmilanhorst. 1200 Meter beträgt der übliche Radius für die Schutzzone um Horste der besonders geschützten Greifvögel. Möglicherweise kann der Abstand verringert werden. 

Dass keine Gefährdung für den Vogel besteht, muss aber durch Gutachten belegt werden. Das müsse artenschutzrechtlich geklärt werden, sagte Schwerdt. Durch Lenkungsmaßnahmen könnten auch Nahrungsflächen der Vögel verschoben werden.

Nach Vorschlag des Planers sollen nun rund 100 Hektar als Standorte für Windräder im Verfahren weiter geprüft werden. Das sind rund 1,1 Prozent des Duderstädter Stadtgebietes. Vor einem Jahr war noch von der dreifachen Flächengröße ausgegangen worden. Ob damit der Windenergie wie gefordert „substantiell“ Raum gegeben werden kann, „das kann wahrscheinlich nur das Bundesverwaltungsgericht sagen“, so Schwerdt.

„Der Mensch steht im Mittelpunkt“

Durch die beabsichtigte Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt sollen Gebiete als Standorte von Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Damit sollen die Anlagen konzentriert werden. Auf anderen Flächen wäre der Bau von Windrädern ausgeschlossen. Ursprünglich wollte die Stadt nur Flächen ab 25 Hektar ausweisen. Jetzt sollen bereits 15 Hektar reichen. Darin haben etwa drei moderne Anlagen mit 200 Meter Höhe Platz.

Die Potenzialflächen für die Windenergienutzung, die jetzt im Vorentwurf für einen neuen F-Plan aufgenommen worden sind: Esplingerode-Nord (Fläche 1) sowie Duderstadt-Nordost (Fläche 2) und Duderstadt-Südwest (Fläche 4), für diese möglicherweise entfallende Fläche erfolgt eine erneute Prüfung. Die Flächen 3 Nesselröden-Süd und 5 Gerblingerode-Ost blieben unverändert.

„Der Mensch steht im Mittelpunkt“, versicherte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) im Ausschuss für das weitere Vorgehen. Mögliche Pläne der Bundespolizei für Flugkorridore hätten für ihn zur Standortsicherung und um Arbeitsplätze zu halten, Priorität.

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©Richter