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1400 Teilnehmer beim Jubiläumsumzug

Schützenfest 1400 Teilnehmer beim Jubiläumsumzug

Rund 1400 Schützen, Spielleute und weitere Teilnehmer sind am Sonntag durch Gieboldehausen gezogen. Der Umzug war Höhepunkt des Schützen- und Volksfestes, mit dem Mitglieder und Besucher das 475-jährige Bestehen der Schützenbruderschaft Sankt Sebastian feierten.

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Umzugsteilnehmer ziehen durch Gieboldehausen.

Quelle: Schneemann

Gieboldehausen. Musikalisch angeführt vom Spielmannszug und Fanfarenzug, die beide vor 50 Jahren gegründet wurden, setzte sich der rund 1500 Meter lange Tross am Sonntagmittag an der Bahnhofstraße in Bewegung. Je weiter sich die Teilnehmer dem Ortskern näherten, desto größer wurde die Zahl der Schaulustigen. Tausende Zuschauer aus allen Altersschichten bildeten ein Spalier und begrüßten die Teilnehmer mit Beifall. Viele Zuschauer winkten den Gruppen zu, machten Handyfotos oder dokumentierten den Umzug mit Videokameras. Einige Teilnehmer warfen Süßigkeiten ins Publikum oder hielten Überraschungen bereit.

1500 Meter langer Tross

In der Nähe des Sparkassengebäudes kommentierte Franz-Josef Kohlrautz, der seit 54 Jahren Mitglied der Schützenbruderschaft ist, das Geschehen. Er vermittelte dem Publikum viele Informationen zu den Gruppen. Die meisten waren zu Fuß unterwegs, zum Umzugsfeld gehörten aber auch Motivwagen, Trecker und Fahrräder.

Vor dem Eingang zum Festplatz applaudierten Mitglieder der Schützenbruderschaft, des Spielmannszuges und des Fanfarenzuges den Teilnehmern. Sie und die vielen Besucher hätten der Schützenbruderschaft mit ihrem Kommen das schönste Geburtstagsgeschenk bereitet, sagte Vorsitzender Martin Creutzig nach der Ankunft im Festzelt. Dort gaben die Musikzüge weitere Kostproben ihres musikalischen Könnens. Das Repertoire reichte von Märschen über Schlager und Poptitel bis zu Swing-Klassikern.

Nachwuchs zieht mit Luftballons durch den Flecken

Bereits am Sonnabend waren rund 250 Kinder und Angehörige durch Teile des Fleckens gezogen. Die Kinder schwenkten Luftballons, einige tanzten zu den Klängen des Spielmannszuges und des Fanfarenzuges „Gut Drauf“. Ihr Ziel war der Familiennachmittag im Zelt der Schützen.

Jaclyn Stitz und weitere Mitglieder der Schützenbruderschaft hatten mehrere Stationen aufgebaut. Schlangen bildeten sich vor dem Schminkstand, an dem Mädchen und Jungen ihr Gesicht fantasievoll gestalten ließen. „Schmetterlinge gehen immer“, berichtete Stitz. In der Beauty-Ecke lackierten Mitglieder der Schützenbruderschaft die Fingernägel von Kindern, sorgten für bunte Haarsträhnen und Haartattoos, außerdem flochten sie Haare. Fingerfertigkeit zeigten die Kinder beim Gestalten von fliegenden Fischen, Steckenpferden und Einhörnern. Außer dem Fanfarenzug und dem Spielmannszug trat auch die Tanzgruppe des Katholischen Frauenbundes Gieboldehausen zu bekannten Hits auf.

Gäste aus Amerika

Rund 500 Besucher kamen am Sonnabendabend zur Jubiläumsparty ins Festzelt. Für Hochbetrieb auf der Tanzfläche sorgte die Torsten Witt Band. „Das Publikum in Gieboldehausen ist sehr begeisterungsfähig“, schilderte Witt seinen Eindruck. Mit Hits von Andrea Berg bis DJ Ötzi traf die Gruppe von der ersten Minute an den Geschmack der Besucher, die nicht nur aus dem Eichsfeld stammten.

Die weiteste Anreise hatten Bernd Rau und Robert Steward. Das Publikum begrüßte die Mitglieder des Schützenvereins der Germania Society of Cincinnati Ohio mit einem dreifachen „Gut Schuss“. Rau hatte Gieboldehausen vor 45 Jahren verlassen, um in Amerika für die Firma Sartorius zu arbeiten, bei der er den Beruf des Feinmechanikers gelernt hatte. „Es sind einige Leute auf mich zugekommen, die mich kannten, viele habe ich wiedererkannt“, berichtete Rau, der mindestens einmal im Jahr in seine alte Heimat zurückkommt, wo seine Geschwister wohnen.

„Gieboldehausen ist um ein Drittel größer geworden, die Straßen sind alle erneuert“, beschrieb der 66-Jährige einige Veränderungen, die ihm bei seinen Besuchen auffielen. Für den 62-jährigen Steward war es der zweite Besuch in Deutschland und der erste im Flecken. Der amtierende Schützenkönig war überrascht, dass dort viele Menschen Englisch sprechen. Er habe sich sehr über den freundlichen Empfang gefreut.

Von Axel Artmann

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