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15 neue Windräder im Raum Gieboldehausen geplant

Windenergie 15 neue Windräder im Raum Gieboldehausen geplant

Bis zu 19 Windkraftanlagen könnten in absehbarer Zukunft im Raum Gieboldehausen stehen. Neben den vier vorhandenen Windrädern   im Bereich Höherberg gibt es Anträge, Genehmigungsverfahren  und Vorbescheide für 15 weitere Anlagen.

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Gieboldehausen. Die Unternehmensgruppe UKA-Nord (Umweltgerechte Kraftanlagen) mit Sitz in Rostock hat ein Windrad auf einer isolierten Dreiecksfläche zwischen Bodensee und Bilshausen beantragt, vier weitere am Höherberg südlich der Gemeindeverbindungsstraße – zwei in der Gemarkung Gieboldehausen, jeweils eins in den Gemarkungen Bodensee und Wollbrandshausen. Für den Einzelstandort  stehe das Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz kurz vor dem Abschluss, sagt Oliver Niewald, UKA-Projektleiter für den Raum Gieboldehausen. Auch für die weiteren vier Anlagen rechnet er noch in diesem Jahr mit der Genehmigung. Ziel sei der Baustart im kommenden Jahr.

In Vorbereitung seien Anträge für drei weitere Windräder im nördlichen Bereich der Vorrangfläche am Höherberg, teilt Niewald mit. Von der Größe her gebe das Vorranggebiet noch mehr her, eine weitere Ausschöpfung lohne sich aber schon wegen der Windverhältnisse und der zu tiefen Lage der potenziellen Standorte nicht. Beantragt seien Schwachwindanlagen des Herstellers Vestas mit 126 Metern Rotordurchmesser, 3300 Kilowatt Nennleistung, 137 Metern Nabenhöhe und 199,5 Metern Gesamthöhe.

Aufgelöst hat sich inzwischen die GmbH, die einen Bürgerwindpark am Höherberg etablieren wollte. „Die Sache hat sich erledigt“, sagt Mitinitiator Josef Sorhage: „Die Investitionskosten sind hoch, die Einspeisevergütungen sinken, gegen die Großanleger haben wir keine Chance.“ Auch die vom Landvolk angestrebte Grundeigentümer-Gemeinschaft sei nicht zustande gekommen, bestätigt Geschäftsführer Achim Hübner. Die UKA habe in dem „großen, aber kleinteiligen Gebiet“ Einzelverträge mit Grundeigentümern abgeschlossen, teilt Niewald mit.

Neben der UKA ist auch die Göttinger Projektentwicklungs-GmbH Enerplan im Raum Gieboldehausen auf den Plan getreten. Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann bestätigt Vorbescheide, aber noch keinen konkreten Antrag für sieben Windkraftanlagen im Bereich des Pinnekenberges südlich von Gieboldehausen: „Das heißt nicht, dass die Anträge im Genehmigungsverfahren nur noch durchgewunken werden.“ Ein Baustart hinge von der Vollständigkeitsprüfung im Zuge der Bundesimmissionschutzgesetz-Anträge ab, wäre dann aber im kommenden Jahr denkbar.

Befeuerung nach Bedarf?
Die roten Blinklichter an Windrädern, die der Flugsicherung dienen, sind vielen Bürgern ein Dorn im Auge. Ein Passiv-Radar-System kann dafür sorgen, dass die Blinklichter nur angeschaltet werden, wenn sich ein Flugobjekt nähert. Die bedarfsgerechte Befeuerung sei nach der in diesem Monat erfolgten Änderung der Verwaltungsvorschrift für die Flugsicherheit jetzt auch rechtlich möglich, sagt Oliver Niewald. Der Projektleiter der UKA, die im Raum Gieboldehausen Windräder plant, zeigt sich grundsätzlich aufgeschlossen für die auch die Akzeptanz erhöhende Steuerung nach Bedarf. Allerdings müsse die Wirtschaftlichkeit gewährleistet bleiben, ein gewisser Kostenrahmen dürfe nicht überschritten werden. Der Markt sei aber in Bewegung, und die UKA führe Gespräche mit Herstellern des Passiv-Radars. „Die bedarfsgerechte Befeuerung ist vom Investor zu beantragen und nicht bindend“, begründet Wolfram Döring (Freie Wähler GfG), warum die Mehrheitsgruppe im Flecken an ihrer Forderung festhält, einen Bebauungsplan als zusätzliches Steuerungsinstrument aufzustellen oder andere Möglichkeiten für eine Verbindlichkeit aufzuzeigen – auch mit Blick auf weitere Investoren. ku
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