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1600 Pilger feiern Mariä Himmelfahrt auf dem Höherberg

Stimmungsvolle Lichterprozession 1600 Pilger feiern Mariä Himmelfahrt auf dem Höherberg

„Kein billiger Trost“ sei der Glaube an die Auferstehung der Toten, erklärte Pfarrer Matthias Kaminski am Sonnabend vor 1600 Pilgern auf dem Höherberg. Die Christen feierten dort Mariä Himmelfahrt. Nach katholischem Glauben wurde die Gottesmutter nach ihrem Tod als erster Mensch mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen.

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Die Wallfahrt an Mariä Himmelfahrt zieht am Sonnabend viele Gläubige zum Höherberg.

Quelle: Schneemann

Höherberg. 550 Autos standen auf den Wiesen und abgeernteten Feldern rund um die Wallfahrtskapelle. An den Bäumen lehnten Fahrräder. Andere Pilger waren bei herrlichem Sommerwetter zu Fuß den Berg hinaufgestiegen. Der Gottesdienst mit der anschließenden Lichterprozession gilt als stimmungsvoller Höhepunkt des Wallfahrtsjahres. Mit Kerzen in der Hand umrundeten die Christen singend die Kapelle.

 
Vier Herren im schwarzen Anzug mit weißer Fliege und weißen Handschuhen trugen die Prozessionsmadonna aus Bodensee voran. Vier weitere Männer hielten Prozessionslaternen. „Ich habe die Lichter, die seit Jahrzehnten nicht mehr im Gebrauch gewesen sind, in einer Abstellkammer entdeckt und wieder hergerichtet“, sagte Tischlermeister Werner Grobecker.

 
Vor der Messe verkauften Frauen des Mingeröder Chors Cantamus Jubilate unter Leitung von Irmtraud Wüstefeld kleine Sträuße, die dann während des Gottesdienstes geweiht wurden. Die Katholikinnen hatten die Blumen und Heilpflanzen, darunter Thymian, Estragon und Liebstöckel, in der Feldmark gepflückt. Der Erlös kommt den Mariannhiller Missionsschwestern zugute, der sich in der Republik Südafrika unter anderem um Aidswaisen kümmert.

 
Ohne das soziale Engagement der Christen, die in der Bibel „das Licht der Welt“ genannt würden, gingen „überall die Lichter aus“, erklärte der Pfarrer in seiner Predigt. Christen sollten ihr Licht „nicht unter den Scheffel stellen“, sondern offen ihren Glauben bekennen. Der Glaube an die Auferstehung sei „kein billiger Trost“. Vielmehr wagten Christen ihr Leben „in gläubigem Vertrauen“, was auch immer ihnen an Schicksalsschlägen widerfahre. Sie gäben sich „ganz hinein in die Aufgaben“, die ihnen gestellt würden, so Kaminski. Die Pilger applaudierten.

Von Michael Caspar

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