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18 Teilnehmer beim Streckenfluglehrgang des Deutschen Aero Clubs in Hattorf

Wie im Buche 18 Teilnehmer beim Streckenfluglehrgang des Deutschen Aero Clubs in Hattorf

Zwei Wochen lang stand das Segelfluggelände des Luftsportvereins Kreis Osterode im Zeichen eines Streckenfluglehrgangs des Deutschen Aero Clubs (DAeC), Landesverband Niedersachsen. Die Organisatoren ziehen ein positives Fazit.

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Hattorf. „Es war ein Lehrgang wie er im Buche steht“, so Pressewart Marcel Zoremba. Motivierte Teilnehmer aus ganz Norddeutschland hätten mit acht Trainern ihre Fähigkeiten im Streckensegelflug verbessert.

Zehn der insgesamt 18 Teilnehmer konnten nach dem Lehrgang direkt ihr „Silber C“ beim DAeC einreichen. Dies ist das erste Leistungsabzeichen nach Erwerb der Lizenz zum Segelflugpiloten und gilt als Vorraussetzung für Qualifikationswettbewerbe und für angehende Fluglehrer. Um das Leistungsabzeichen zu erhalten, muss der Pilot eine Startüberhöhung von 1000 Metern, eine zurückgelegte Strecke von 50 Kilometern und eine Flugzeit von fünf Stunden am Stück vorweisen.

Da in der ersten Woche des Lehrgangs das Wetter noch nicht optimal war, um auf große Strecke zu gehen, verlegten die Organisatoren den größten Teil der Theorie in diese Zeit. Neben Einweisungs- und Trainingsflügen gab es auch den obligatorischen Ziellandewettbewerb in der ersten Woche.

Dabei wurden Felder vor und hinter der Landemarkierung eingerichtet und je dichter der Pilot an der Landemarkierung aufsetzte, desto mehr Punkte bekam er für seine Landung. Den dritten Platz belegte Moritz Meier vom AC Braunschweig. Platz zwei ging an Dustin Schiller vom LSV Thermik Alfeld. Gewonnen hat diesen Wettbewerb Philipp Lüer vom LSV Kreis Osterode aus Herzberg.

In der zweiten Woche stiegen die 24 Segelflugzeuge nach einem Briefing in die Luft und flogen, nach ihrem Trainings- und Erfahrungsstand in Gruppen eingeteilt, mit ihren Trainern die vorher ausgearbeiteten Aufgaben ab. Dabei legten sie maximale Stecken von 513,5 Kilometern zurück. Der längste Flug ging über sieben Stunden und brachte die Piloten Philipp Lüer und Dustin Schiller zusammen mit ihrem Trainer Harald Dahms nach Lüsse südwestlich von Berlin, in die Nähe von Lüneburg und zurück in die Aue nach Hattorf.

Da über Lüneburg eine Abschirmung drohte, konnte der dortige Wendepunkt nicht angeflogen werden. Kurz davor ging es über Wolfsburg und Braunschweig zurück nach Hause. Über den gesamten Zeitraum des Lehrgangs wurden 97 Überlandflüge durchgeführt und eine Gesamtstrecke von 23772 Kilometern zurückgelegt. Darunter war für jeden Piloten ein persönlicher Rekord – entweder durch die Länge der Strecke oder die Dauer des Fluges.

Da nach den Starts der Streckenflieger die Ausbildung der Piloten aus Osterode und Umgebung weiter ging, konnte Frederick Friebe aus Herzberg seinen ersten Überlandflug über 50 Kilometer absolvieren. Er landete nach drei Stunden und 19 Minuten mit der Ka 8 sicher in Bad Frankenhausen.

Von Axel Artmann

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