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1900 Kinder und Jugendliche sind gefragt

Online-Befragung soll zur Verbesserung der Jugendarbeit beitragen 1900 Kinder und Jugendliche sind gefragt

Diskussionen über Jugendarbeit drehen sich häufig im Kreis. In der Kommunalpolitik wird viel über Jugendliche geredet, aber immer wieder auch darüber gerätselt, wie man sie erreicht und was sie wirklich wollen. In der Samtgemeinde Gieboldehausen soll jetzt eine Befragung ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

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Die Befragung soll Aufschluss über Freizeitverhalten und Angebotswünsche geben.

Quelle: dpa /Richter

Gieboldehausen. Rund 1900 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren leben in der Samtgemeinde. Um möglichst viele von ihnen zu erreichen, plant Katja Neumann nach den Osterferien eine anonyme Online-Befragung - möglichst im Rahmen des Schulbesuches. Für Grundschüler ab der zweiten Klasse und für Schüler der weiterführenden Schulen soll es unterschiedliche Fragebögen geben.

Neumann ist seit November beim Landkreis Göttingen zuständig für „Jugendbeteiligung und -integration in Sozialräumen“ und kooperiert bei der Umfrage mit dem Kinder- und Jugendbüro der Samtgemeinde. Eine ähnliche Befragung hat Neumann bereits in der Gemeinde Gleichen durchgeführt. Dort ging es unter anderem um Freizeitbeschäftigungen, Angebotswünsche, Zeiträume, Kontakte, Ferienprogramme und Austausch über soziale Netzwerke. „Sozialraum ist nicht da, wo mein Bett steht, sondern dort, wo ich mich aufhalte“, sagt Neumann und bezieht sich dabei auch auf die virtuelle Welt. Die Zersplitterung mache es kompliziert, nach Bedürfnissen vor Ort zu fragen.

Zur Vorbereitung der Befragungsaktion gehört eine Markt- und Sozialraumanalyse, Befragung von Bürgermeistern, Berücksichtigung vorhandener Strukturen und Angebote und der Einbezug von Ergebnissen der Duderstädter Jugendzukunftskonferenz, an der auch Jugendliche aus der Samtgemeinde teilgenommen haben. Neumann geht davon aus, dass die Auswertung der Befragung nach Altersgruppen, Genderaspekt, Schulformen und Gemeinde-Bezügen bis Ende Oktober abgeschlossen wird.

Die Fragen sollen sich auch um Vereinsmitgliedschaften, gesellschaftliche und politische Einstellungen unter dem Aspekt der Extremismus-Vorbeugung, ehrenamtliches Engagement und Beteiligungsmöglichkeiten, Mobilität, Busverbindungen und Erreichbarkeit von Angeboten, Aufenthalt im öffentlichen Raum und Nutzung der Jugendräume drehen. Die werden oftmals in kleineren Orten besser angenommen als in größeren Gemeinden. Während die größten Mitgliedsgemeinden Gieboldehausen, Bilshausen und Rhumspringe derzeit keine Räume für die freie Jugendarbeit vorhalten, läuft beispielsweise der Jugendraum Krebeck sehr gut. Dort gebe es eine sehr liberale Regelung mit viel Selbstorganisation, sagt Stephan Hörschelmann (Grüne). Jugendraum-Nutzer Nico Heise (18) aus Krebeck betont, wie wichtig Freiräume seien.

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Von Redakteur Kuno Mahnkopf

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