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2,8 Millionen Euro für Zukunft der Dörfer

Regionales Entwicklungskonzept vorgestellt 2,8 Millionen Euro für Zukunft der Dörfer

Landesweit 40 Regionen können von der neuen Förderphase des EU-Leader-Programms profitieren, 53 haben sich bereits beworben. Zuversichtlich, dass der Landkreis Göttingen wieder dabei sein wird, ist Regionalmanager Hartmut Berndt. Für die mehr als 145 000 Einwohner im Kreis und den ländlichen Göttinger Ortsteilen erwartet er bis zu 2,8 Millionen Euro, verteilt auf diverse örtliche Projekte und einen Förderzeitraum von sieben Jahren.

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Abschlusstreffen im Krebecker Bürgerhaus: Nach 50 Arbeitssitzungen wird das regionale Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht.

Quelle: Thiele

Krebeck. Nach 50 Arbeitssitzungen mit Akteuren aus den Dörfern hat Berndt das regionale Entwicklungskonzept beim Abschlusstreffen im Krebecker Bürgerhaus vorgestellt.

Der Entwurf für den EU-Antrag fand die ungeteilte Zustimmung der rund 70 anwesenden Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Landvolk, Wohlfahrts- und Naturschutzverbänden, Nachbarschaftshilfen und weiteren Initiativen. Die Zeit drängt. In den nächsten Tagen muss der Antrag in Form gebracht werden, bis 10. Januar in Hannover eingereicht werden.

Der bürokratische Aufwand für die EU-Vorgaben ist groß. Handlungsfelder, Zielwerte, Projektbewertung – alles muss messbar sein. Viele Rahmenbedingungen für die Förderfähigkeit stehen noch nicht fest. Als einheitliche Fördersätze vorgeschlagen werden 50 Prozent für öffentliche Träger, 80 Prozent für gemeinnützige Vereine und Verbände, 20 Prozent für private und gewerbliche Träger.

Am Ende wird es aber ganz konkret

„Vieles klingt noch abstrakt und komplex, am Ende wird es aber ganz konkret“, sagt Kreisrätin Christel Wemheuer und tritt allen entgegen, „die das Programm kleinreden“. Es gehe nicht um Leuchtturmprojekte, sondern um kleine Initiativen, die nachhaltig wirken.

Als Startprojekte benannt werden blühende Weg- und Feldsäume, Ausbau der alten Schule in Spanbeck, Bioenergieregion-Beratung, Vermarktungsinitiative für Kultur-Spielstätten, offener Mittagstisch im Dorfladen, E-Bikes für Jugendliche in Gleichen, Einbindung des künftigen Museums Grenzdurchgangslager Friedland in ein touristisches Netzwerk, historische und fiktive Figuren als Gästeführer.

Das heißt nicht, dass andere Projekte weniger Aussicht auf Erfolg haben. Die vorläufige Liste ist lang. Sie reicht von einer kreisweiten Mitfahrer-App über Kunst am Grünen Band, Sanierung des Freibads Seeburger See, katholischem Pilgerprojekt im Eichsfeld und Felsenklettern im Reinhäuser Wald bis zum „Welcomecenter“ für die Erlebnisregion Hann. Münden.

Dass Handlungsbedarf besteht, verdeutlicht die Regionsanalyse: Bis 2025 schrumpft die Einwohnerzahl des Kreises voraussichtlich um sechs Prozent, der Altersdurchschnitt steigt von 43,1 auf 47,3 Jahre, 99 der 138 Dörfer im Fördergebiet haben 100 bis 1000 Einwohner.

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©Richter