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20 000 Besucher beim Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

Herbstlicher Mix als Erfolgsrezept 20 000 Besucher beim Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

Es passte alles: strahlende Oktobersonne und spätsommerliche Temperaturen in Kombination mit einem langen Wochenende sorgten für rekordverdächtigen Andrang beim Apfel- und Birnenmarkt. Dicht an dicht schoben sich am Sonnabend und Sonntag rund 20 000 Besucher durch das Zentrum der Brehmestadt.

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Literweise frischer Apfelsaft für den heimischen Genuss: Bernd Gosch verarbeitet an seiner mobilen Obstpresse pausenlos kiloweise Eichsfelder Äpfel.

Quelle: Richter

Duderstadt. Kaum hatte der Markt eröffnet, da bildeten sich schon die ersten Schlangen vor den Verkaufs- und Informationsständen. Knackiges Obst spielte naturgemäß eine zentrale Rolle beim ältesten Duderstädter Themenmarkt. Doch wer nur Äpfel und Birnen erwartet hatte, wurde überrascht. Von herbstlichem Blumenschmuck über Gestaltungsideen für das häusliche Umfeld bis zu Gartentechnik konnten die Besucher auch anderes entdecken und erwerben.

Die größten Menschentrauben bildeten sich beim Landschaftspflegeverband des Landkreises Göttingen. Hans-Joachim Bannier hatte hier alle Hände voll zu tun. Er bestimmte das mitgebrachte Obst von Besuchern und nannte in den meisten Fällen nach wenigen Sekunden die gesuchte Bezeichnung.

„Bei bestimmten Sorten weiß ich sofort, ob sie aus Thüringen oder Niedersachsen kommen“, sagte der Pomologe. Da in der früheren DDR die Selbstversorgung bis zur Wende eine wichtigere Rolle gespielt habe, seien hier die Bäume besser gepflegt worden, außerdem gäbe es ein stärkeres Bewusstsein für geeignete Sorten, so der Fachkenner.

Mehr als nur drei Sorten

In die Warteschlange vor Bannier reihte sich auch Werner Rudolph mit seiner Tochter Emmy ein. „Ich habe eine Plantage mit zwanzig Bäumen übernommen und möchte genau wissen, welche Sorten das sind. Dann kann ich planen, wann ich pflücken muss“, erläuterte der Gieboldehäuser.

Auf einem großen Tisch zeigte der Landschaftspflegeverband rund 60 verschiedene Apfelsorten. „Wir wollen den Leuten deutlich machen, dass es mehr als nur die drei Sorten gibt, die sie aus dem Supermarkt kennen“, sagte Ute Grothey als Repräsentantin des Verbandes.

Mehr zu tun als beim vergangenen Mal hatte Bernd Gosch aus Bördel, der mit einer mobilen Saftpresse auf den Platz vor der Oberkirche gekommen war. „Es gibt dieses Jahr eine sehr gute Apfelernte, außerdem hat sie früher als sonst begonnen“, erklärte Gosch.

„Das ist 100 Prozent Bio“, schmunzelte Ralf Borchardt, der zum zweiten Mal eigene Äpfel zu Saft pressen ließ. „Der schmeckt viel besser als gekaufter“, meinte der Tiftlingeröder und ergänzte: „Wenn wir ihn zu Hause haben, dann trinken die Kinder nur noch diesen Saft.“

„Wir werden immer bemüht sein"

Der zweite Namensgeber des Marktes war in flüssiger Form am Stand der Heinz Sielmann Stiftung gefragt. „Wir verkaufen viel Herbigshagener Birnensaft“, berichtete Mitarbeiterin Annegret Kellner. Gefragt seien auch Honig, Vogelfutter und Nisthilfen. „Kinder erkundigen sich oft nach dem Kika-Baumhaus“, so die Desingeröderin.

Viel gestreichelte Lieblinge der jüngeren Besucher waren zwei Alpakas. Sie gehören zu einem landwirtschaftlichen Betrieb aus Niemetal, der Kleidung aus der Wolle dieser Tiere verkaufte. „Jedes Haar auf dem Tier ist hohl, dadurch hat die Wolle besonders gute wärmeisolierende Eigenschaften“, sagte Inhaber Henrik Ludewig. Zum Apfel- und Birnenmarkt kommt er sehr gerne. „Die Leute sind interessiert und kaufkräftig sind sie hier auch“.

Zum Auftakt hatte Hubertus Werner, Vorsitzender des Treffpunkt Stadtmarketing, den „Duderstadt-Guide“ und damit einen virtuellen Stadtführer vorgestellt, der Nutzern per QR-Code kostenloses Wissen und Tipps bietet. „Das wird nicht eine einmalige starre Linie haben. Es kommen ständig Betriebe, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen dazu“, kündigte er an und versicherte: „Wir werden immer bemüht sein, dort auch neue Informationen zu hinterlegen.

Von Axel Artmann

Strahlende Oktobersonne und spätsommerliche Temperaturen sorgten für rekordverdächtigen Andrang beim Apfel- und Birnenmarkt. © Richter

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