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Segensorte zum Fronleichnamsfest

2000 Gläubige bei Prozession in Duderstadt Segensorte zum Fronleichnamsfest

Blumen vor den Haustüren, grüne Zweige, Fahnen und Altäre: Viele Duderstädter haben zum Fronleichnamsfest nicht nur ihre Eingänge geschmückt. An der Prozession der Eichsfeld-Metropole schritten rund 2000 Katholiken Segensorte ab.

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Quelle: Richter

Segensorte bestimmten das diesjährige Fronleichnamsfest. „Wir feiern, dass Gott mit uns ist“, sagte Propst Bernd Galluschke in seiner Andacht in der Basilika St. Cyriakus. Unterstützt wurde er von Pater Benedict, der in Brasilien lebt und sich dort vor allem um hilfsbedürftige Kinder kümmert.

Galluschke erinnerte an die Entstehung des Festes, das im Jahr 1264 von Papst Urban eingeführt wurde. Die Katholiken feiern damit die bleibende Gegenwart Jesu Christi in Gestalt des für das Abendmahl gewandelten Brotes.  

Bevor die Prozession durch die Duderstädter Innenstadt zog, gab Galluschke der Gemeinde einen positiven Blick in die Zukunft mit auf den Weg: „Wir können uns freuen, dass das Leben für uns gut ausgeht“. Da Christus in uns lebt, „tragen wir den Leib des Herrn heute mit uns.“   

Kleine Jungen und Mädchen begleiteten die Prozession und warfen bunte Sommerblüten, die Duderstädter Schützengesellschaft trug die Heiligenfiguren. Die Kommunionskinder hielten weiße Lilien, das Duderstädter Blasorchester spielte.

Um Segen für das Krankenhaus wurde am ersten Altar am Pferdeteich gebeten: „Vielen ist gar nicht bewusst, wie sehr sie ein Segen für ihre Umwelt sind“, erklärte der Propst am ersten Segensort. Den zweiten Altar vor der Liebfrauenkirche hatten Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) St. Ursula und der Pestalozzischule gestaltet. „Segen ist Gottes große Leidenschaft“, sagte eine IGS-Schülerin. Das bedeute, „die Hand aufzulegen und zu sagen, du gehörst zur Gemeinschaft“, ergänzte ihre Mitschülerin. In der Fürbitte richtete ein Pestalozzi-Schüler konkrete Wünsche an Gott und bat unter anderem um mehr Lehrkräfte: „Damit das Wort Inklusion auch gelebt werden kann, damit wir nicht nur Behandelte, sondern Handelnde sind.“

Schüler der Janusz-Korczak-Grundschule waren für den Altar an der Mariensäule vor dem Rathaus zuständig. „Öffne unsere Augen, egal ob es regnet oder die Sonne scheint“, bat ein Schüler. In dem Beitrag ging es vor allem um die symbolische Vielschichtigkeit des Regenbogens.

Die St.-Elisabeth-Schüler hatten ihren Altar im Chorraum der Basilika St. Cyriakus. Sie erzählten die Geschichte einer kleinen Schnecke, die nach Antwort suchte, warum auch sie ein Segen sei. Die Schüler beendeten die Feierlichkeiten mit einem starken Bild: „Der Segen Gottes ist immer bei uns – wie das Schneckenhaus bei der Schnecke.“

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©Richter