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230 Pilger ehren „großen, stillen Heiligen“

Ruhestandsgeistlicher Peter Herbst zelebriert bei der Josefswallfahrt 230 Pilger ehren „großen, stillen Heiligen“

Vier Jahre lang haben sie im Nordharz zusammengearbeitet, nun holte Bilshausens Pfarrer Pater Alex George den Ruhestandsgeistlichen Peter Herbst nach Renshausen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Renshausen. Er vertrat bei der Josefswallfahrt den emeritierten Erfurter Weihbischof Hans-Reinhard Koch, der sich das Bein gebrochen hatte.

Kurzfristig für einen Sonntagvormittag-Gottesdienst einen Ersatzpfarrer zu finden, ist alles andere als einfach. Um so erfreuter zeigte sich Pater Alex vor den 230 Pilgern über die „Hier bin ich“-Haltung, die sich Herbst auch im elften Ruhestandsjahr bewahrt habe. Der Liebenburger war viele Jahre in Wolfsburg als Pfarrer tätig. Das Eichsfeld kennt er von Kursen in der Familienbildungsstätte Pferdeberg.

Einmal bei einer Josefswallfahrt predigen zu dürfen, sei ihm ein Herzensanliegen, erklärte Herbst. Josef stehe in der Kirche meist im Schatten seiner Ehefrau, Maria, und seines Sohnes, Jesus. Dabei habe er eine wichtige Rolle gespielt. Über ihn, und nicht über Maria, stamme Jesus aus dem Geschlecht von König David. Ohne die Verbindung zu Josef als sozialem Vater hätte Jesus nicht als „Sohn Davids“, als Messias der prophetischen Verheißungen, auftreten können.

Das Neue Testament berichte wenig über Josef. Keinen einzigen Ausspruch überliefere es von ihm und erwähne auch seinen Tod nicht. „Er hat nicht geredet, sondern gehandelt“, fasste Herbst seine Eindrücke vom „großen, stillen Heiligen“ zusammen. Zurecht habe ihn die Kirche zu ihrem Schutzpatron erwählt.

Nach dem Messe ließen sich die Wallfahrer im Pfarrhaus die Wurstbrote schmecken, die die Frauen seit dem frühen Morgen geschmiert hatten. Auch zwei große Bleche Kuchen gab es. Mit dabei waren Pilger aus der St.-Josefsgemeinde in Vöhrum bei Peine. Sie kommen seit einigen Jahren regelmäßig zur Wallfahrt. mic

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©Richter