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240-Kilogramm-Mann Daniel Meinold bei RTL-II-Show "Extrem schwer"

Übergewicht 240-Kilogramm-Mann Daniel Meinold bei RTL-II-Show "Extrem schwer"

240 Kilogramm. Selbst übergewichtige Menschen dürften Schwierigkeiten haben, sich vorzustellen, wie es sich mit einem solchen Gewicht lebt. Daniel Meinold aus Hattorf kennt das Gefühl. Und er hofft, die schwergewichtigen Zeiten endgültig hinter sich gelassen zu haben. Der 31-Jährige hat an der RTL-II-Dokureihe „Extrem schwer – Mein Weg in ein neues Leben“ teilgenommen.

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Aller Anfang ist schwer: Meinold zu Beginn des Trainings mit Felix Klemme.

Quelle: EF

Hattorf. Seitdem ist er deutlich schlanker – und glücklicher, wie in der Folge am Dienstag, 12. Mai, zu sehen sein wird. Der Augenblick der Wahrheit kam für Meinold, als er für die Abnehm-Show auf die Waage musste.

„Ich hatte die größte Angst, dass da eine Drei stehen könnte“, beschreibt er, was ihm durch den Kopf ging, als er nach Jahren erstmals wieder sein Gewicht erfahren sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt sei er im Ungewissen gewesen, sagt er, denn er habe keine Waage zur Verfügung gehabt, die sein Gewicht hätte zeigen können. Dann: 240. Auf der einen Seite habe sich Erleichterung breit gemacht, sagt er, auf der anderen Seite die Frage: „Wie konntest du dir das so lange antun?“

Tatsächlich dauerte Meinolds Leidensweg beinahe sein gesamtes Leben über an. Als er fünf Jahre alt war, trennten sich seine Eltern. Eine schlimme Erfahrung für ein Kind. Aber nichts gegen das, was Meinold als „Vorfall mit sechs Jahren“ bezeichnet. Sein Vater habe ihn nach der Trennung entführt. „Das hat mich aus der Bahn geworfen.“ Angstzustände folgten, der Junge wurde wieder zum Bettnässer.

Nicht nur das Verhältnis zu dem Mann, den er später nur noch als „Erzeuger“ bezeichnete, sei daraufhin schwer erschüttert gewesen, auch die Kindheit. Meinolds Antwort auf den Frust: Essen. „Ich war sehr verschlossen und habe versucht, Probleme in mich hineinzufressen“, sagt er. Unbemerkt geriet Meinold in einen Teufelskreis: Frust, Essen. Neuer Frust über das Gewicht, neuerliches Essen, um den Frust zu bewältigen.

Frust über die Hänseleien aufgrund des Gewichts – und wieder Essen gegen den Frust. „Dann habe ich angefangen, Diäten auszuprobieren“, berichtet er. „Die Leute haben gesagt, das sei gut für mich.“ Der Effekt war das Gegenteil. Nach jeder Diät nahm Meinold zu – mehr, als er abgenommen hatte.

Meinold kompensierte die Wut und den Ärger wieder mit Essen. Ein Fehler, wie er heute dank der Unterstützung durch Sportwissenschaftler Felix Klemme weiß. Er und eine Personal Trainerin begleiteten Meinold 300 Tage lang, nachdem sich Meinold aus eigenem Antrieb heraus bei „Extrem schwer“ beworben hatte. Eine Zeit, die offenbar genügte, ihn aus dem Teufelskreis ausbrechen zu lassen.

Er habe gelernt, einen regelmäßigen Tagesablauf einzuhalten, in den trotz seines Jobs als Taxifahrer an sechs Tagen in der Woche ein eineinhalbstündiges Sportprogramm integriert sei. Er habe gelernt, das Essen zu genießen – und sich Zeit dafür zu nehmen. Und er habe gelernt, über seine Grenzen zu gehen, nicht nur in sportlicher Hinsicht. Die nächste, die er sich gesteckt hat, enthält wieder eine drei.

Allerdings muss sich der ehemalige 240-Kilogramm-Mann erst einmal keine Sorgen mehr machen, dass sie die erste von drei Ziffern sein könnte. Heute will Meinold unter den dreistelligen Bereich. 99 Kilogramm zu wiegen, darauf arbeitet der Hattofer hin. Während der Aufzeichnungen zur Sendung hat Meinold telefoniert. Mit dem Mann, den er nun wieder „Vater“ nennt.

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©Richter