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3,1 Millionen Euro als Tauschwert

EWB und Harz-Energie 3,1 Millionen Euro als Tauschwert

Einer der wesentlichen Leitgedanken des Duderstädter Bürgermeisters Wolfgang Nolte (CDU) ist die Reduzierung der städtischen Schuldenlast. Dazu hat er sich schon eine Menge einfallen lassen und erfolgreich umgesetzt. Einer der nächsten Schritte soll nun in einer dauerhaften Verbindung der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) – an denen die Stadt Duderstadt mit rund 77 Prozent beteiligt ist – mit der Harz-Energie in Osterode sein.

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Duderstädter Residenz der Harz-Energie: Geschäftsstelle in der Markstraße 89.

Quelle: Pförtner

Durch diese Verbindung soll die Stadt Duderstadt an den Gewinnausschüttungen der Harz-Energie beteiligt werden. Das entspricht einer jährlichen Summe, die im sechsstelligen Bereich liegt, und in etwa 300 000 Euro erreichen könnte.

Wie Nolte im Verlauf der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses betonte, geht es ihm jedoch nicht ausschließlich um Gewinne für den städtischen Haushalt, sondern auch um eine langfristige Absicherung der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) als eigenständiges und erfolgreiches Unternehmen in der Region. „Dabei hat die Absicherung der Arbeitsplätze in der EWB einen ganz besonderen Stellenwert“, so Nolte.

Ursprünglich war an einen Verkauf von städtischen Anteilen an die Harz-Energie gedacht worden. Die Überprüfung der geplanten Transaktion durch ein Steuer-Fachbüro brachte jedoch ein negatives Ergebnis. Erhebliche steuerliche Nachteile wären zu erwarten gewesen. Ebenso hätte die Einnahme von rund drei Millionen dazu führen können, dass Duderstadt so gut dasteht, dass es keine Bedarfzuweisung beantragen könnte.

Also wandte man sich einem neuen Modell, dem Anteile-Tausch zu. Nach entsprechenden Verhandlungen mit der Harz-Energie ist nun vorgesehen, dass die Stadt 25, 1 Prozent ihrer Anteile an die Harz-Energie abgibt und im Tausch 0,9 Prozent Anteile der Harz-Energie erhält. Der Gesamtwert für die Duderstädter Anteile beläuft sich auf 3,1 Millionen Euro, was als sehr positiver Wert gilt, der geschickter Verhandlung zu danken ist.

Die konkrete Zusammenarbeit von EWB und Harz-Energie, die zum 1. Januar 2012 anvisiert ist, bezieht sich ausschließlich auf den Einsatzbereich der Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EEW). Noch nicht endgültig geklärt ist die Frage, ob auch die beiden übrigen Anteilseigener der EWB, die Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen, dem geplanten Tausch zustimmen werden. Für die von Duderstadt angestrebte Transaktion wäre eine zustimmende Zwei-Drittel-Mehrheit der Anteilseigner notwendig. Wie Bürgermeister Wolfgang Nolte diplomatisch mitteilt, sei man mit den Samtgemeinden derzeit „im Gespräch“.

Von Sebastian Rübbert

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