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30 Jahre Treffen des Lanz-Bulldog-Clubs Werxhausen

Motorisiertes Freilichtmuseum 30 Jahre Treffen des Lanz-Bulldog-Clubs Werxhausen

1985, vor genau 30 Jahren, trafen sich in Werxhausen zum ersten Mal Treckerfreunde zu einem Lanz-Bulldog-Treffen. Stetig wuchs die Beteiligung an, sodass Sonnabend und Sonntag mehr als 500 Trecker, Schlepper und Oldtimer und trotz des Regens viele hundert Besucher ins Untereichsfeld kamen.

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Quelle: Müller

Werxhausen. „Die standen einfach rum oder wurden weggeschmissen“, sagte Conrad Ebert. Bei dem Werxhäuser Landwirt, Mitglied des ausführenden Lanz-Bulldog-Clubs, klingt dabei noch heute Unverständnis mit. Hanomag, Lanz-Bulldog, Deutz und andere gab es beim inzwischen 16. Treffen zu bestaunen. „Unsere Vorbereitungen beginnen immer schon eineinhalb Jahre vor dem nächsten Treffen“, erläuterte Julian Kurth. Eine jährliche Veranstaltung, ergänzte Ebert, sei auch logistisch schwer zu organisieren. Eine Woche planten die Organisatoren an Vor- und Nachbereitung der zwei Tage ein, oftmals müssten sie sich Urlaub dafür nehmen. „Wir haben das schon extra in die Nach-Ernte-Zeit verlegt“, so Ebert. Denn viele Teilnehmer, die nicht aus dem Eichsfeld kommen, nehmen mit ihren tonnenschweren Geräten eine weite Anreise auf sich: aus Osnabrück und Paderborn, Berlin und sogar aus Düren nahe der belgischen Grenze.

 

 

1991 sei bislang das größte Treffen der Bolidenfreunde gewesen, damals habe vor allem eine große Neugierigkeit nach der Wende geherrscht. Seit Jahren bleiben Zuschauer- wie Teilnehmerzahlen auf hohem Niveau stabil. „1984, als wir unser erstes inoffizielle Treffen hatten“, erinnerte sich Ebert, „rief man noch die Polizei wegen angeblicher Ruhestörung.“ Heute habe es sich dennoch zum größten seiner Art in Südniedersachsen entwickelt, mit viel Rückhalt in Werxhausen. „Viele verbinden einfach Kindheitserinnerungen daran“, so der Landwirt. Auch der Regen, der ein wenig den Zeitplan der Organisatoren durcheinanderwirbelte, konnte die Besucher nicht von den Vorführungen abhalten: schleppen, dreschen, mähen, pflügen.

 

Foto: Müller

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Ebert schätzt an seinen Stücken die technische Schlichtheit: „Da müssen Sie nicht erst einen Laptop anschließen, damit das läuft.“ Die tuckernden, Rauchwolken auskeuchenden Lanz-Bulldog seien Allesschlucker: „Die laufen mit Benzin, Diesel, Salatöl, da geht alles rein.“ Unkaputtbar. „Die Dosis ist das Gift“, zitierte Ebert Paracelsus. Denn natürlich habe jeder Trecker seine Macken und Nachteile.

 

Bis Sonntagabend konnten Eichsfelder und Gäste noch diese besondere historische Schlepperatmosphäre eines Freilichtmuseums erkunden. Die ältesten Exponate entstanden kurz nach der Jahrhundertwende und selbst der jüngste Bulldog-Lanz hatte mehr als 55 Jahre auf der Motorhaube.

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©Richter