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30 Teilnehmer beim Briefmarken-Tausch in Duderstadt

Zackige Zeichen begeistern Männer 30 Teilnehmer beim Briefmarken-Tausch in Duderstadt

Männer sitzen an langen Tischen und blicken konzentriert in große Alben, einige begutachten mit Lupen farbenfrohe Briefmarken, in einer  Ecke sorgen derweil Kisten mit alten Postkarten für jede Menge Gesprächsstoff. Rund 30 Interessierte aus einem Umkreis von Erfurt bis Wunstorf sind am Sonntag zum Tauschtag des Briefmarken-Sammlervereins Duderstadt ins Jugendgästehaus gekommen.

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Mustern Briefmarken in Alben: Teilnehmer des Tauschtags.

Quelle: Schneemann

Duderstadt. „Viele versuchen, ihre Sammlung zu komplettieren“, sagt Vorsitzender Udo Unzeitig. Während die einen tauschen, kommen andere um zu kaufen oder verkaufen.

„Es bildet, jede berühmte Persönlichkeit ist auf Briefmarken zu sehen“, beschreibt Unzeitig einen Aspekt, der für ihn den Reiz des Sammelns ausmacht. Vorsicht sei beim Umgang mit Marken geboten. „Wenn ein Zacken weg ist, können sie die gleich wegschmeißen“, so der Vorsitzende, der sich über das im Vergleich zum Vorjahr gewachsene Interesse an dem Tauschtag freut.

„Ich habe mich immer schon für Geografie und Geschichte interessiert“, erzählt Reinhard Schinz, der seit der Jugend sammelt. „Mich interessiert, was haben Leute früher geschrieben, wo ist es hergekommen, wo ist es hingegangen“, erläutert der 61-jährige Brehmestädter und zeigt auf alte Postkarten.

„Die hatten alle noch Schönschreiben in der Schule“

Auffallend sei, wie sich die Schrift im Laufe der Jahrzehnte verändert habe. „Die hatten alle noch Schönschreiben in der Schule“, sagt das Mitglied des Duderstädter Vereins lachend.

Zusammen mit Thomas Bloch, ebenfalls Vereinsangehöriger, erinnert er daran, dass in lange zurückliegenden Zeiten auch Ankunft- und Absendestempel gang und gäbe gewesen seien. Ein Ärgernis sind aus Sicht der Sammler die heutigen maschinellen Stempel.

Der Wert einer Briefmarke richte sich danach, was jemand bereit sei dafür zu zahlen, so Schinz. Er rät dazu, nicht aus Anlagegesichtspunkten zu sammeln, sondern aus Interesse.

Die weiteste Anreise hatte Axel Schulz aus Hagenburg bei Hannover. „Hier herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre“, findet der 54-Jährige, der Europa-Marken und Briefe anbietet. Dass die Philatelie eine Männerdomäne ist, hat für ihn einen nachvollziehbaren Grund. Als das Hobby aufkam, sei die Rolle der Frau auf Haushalt und Familie beschränkt gewesen, seit rund 20 Jahren erschließe sich ihnen zunehmend der Reiz des Sammelns.

Mitglieder des Duderstädter Vereins treffen sich jeden ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Hotel Budapest, Gäste sind willkommen.
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