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38 Teams schieben eine ruhige Kugel

Sechstes Boßelturnier der Lutze 38 Teams schieben eine ruhige Kugel

Der friesische Nationalsport erobert das Eichsfeld: 38 Mannschaften mit teilweise mehr als 20 Mitgliedern gingen am Sonnabend beim sechsten Boßelturnier der Gieboldehäuser Lutze-Vereinigung an den Start.

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Machen ihrem Mannschaftsnamen alle Ehre: Ohne Zielwasser gehen „Die Rettungstrinker“ nicht an den Start.

Quelle: Walliser

Die Teilnehmer absolvierten eine rund 3,5 Kilometer lange Tour durch die Feldmark. Start und Ziel war am Parkplatz an der Alten Molkerei neben der Bundesstraße 27.

Der starke Regen vom Freitag hatte Einfluss auf die Route. Die Ausrichter beschlossen kurzfristig, dass die zeitversetzt ins Rennen gehenden Gruppen den bis 2008 bewährten Kurs meistern mussten. Grund: Die vorgesehene, im vergangenen Jahr erstmals begangene Strecke hätte auch über unbefestigten Untergrund geführt. „Die alte Route geht dafür über teilweise unebene Straßen. Das gleicht sich vom Schwierigkeitsgrad ungefähr wieder aus“, erläuterte Narrenobmann Simon Bode von den gastgebenden Lutzen.

Die hohe Resonanz, die das Turnier findet, führt erster Vorsitzender Elmar Kohlrautz unter anderem auf das „Drum und dran“ zurück. Dies reichte wiederum vom Begrüßungsgetränk bis zur Abschlussparty. Kreativität zeigten die Freunde des Boßelns nicht nur bei der Gestaltung von Bollerwagen, sondern auch bei der Benennung ihrer Teams: Von „Flower Power“ über „Lokomotive Eichsfeld“ bis „Krawall und Remmi Demmi“ kannte der Einfallsreichtum keine Grenzen. Neben vielen Gieboldehäuser Gruppen aus Vereinen, Verbänden, Firmen und Privatpersonen, waren auch Teilnehmer aus anderen Orten mit von der Partie. Dazu gehörte die Karnevalsgesellschaft Krebeck. Für die närrisch gut gelaunte Truppe brachte David Otto schmunzelnd den wichtigsten Teil der Vorbereitung auf den Punkt: „Wir müssen einkaufen gehen.“

Dies hatten auch die meisten anderen Teilnehmer beherzigt – wie die prall gefüllten Bollerwagen dokumentierten. Die weiteste Anreise hatte die Gruppe „Wat Niu“ aus Sorsum. Über den Spaß hinaus macht der kommunikative Aspekt für die meisten Aktiven den besonderen Reiz des Boßelns aus: „Man trifft Menschen, die gut drauf sind“, beschrieb es Reinhard Kellner vom Team „Amtsrichter“.

Groß war die Spannung, als Elmar Kohlrautz am Abend die Namen der erfolgreichsten Gruppen bekannt gab. Es siegte der „Tartar Club Männer“ vor dem Team „von Berg“ und den „Ackergiganten“.

Von Axel Artmann

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Aller Anfang ist schwer: zum Beispiel bei der traditionellen Boßeltour am Sonntag in Obernjesa. Denn gleich am Anfang der knapp zwei Kilometer langen Wettkampfstrecke stemmt sich der rollenden Gummikugel ein ganz und gar unostfriesischer Hügel entgegen. Nur gut, dass der befestigte Weg sich leicht abschüssig nach links neigt. So rollt kaum eine der roten Kugeln die geworfene Strecke wieder zurück. Die meisten landen im Saum des Weges, nur wenige rollen in den Graben.

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