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400 Pilger kommen zur kleinen Höherberg-Wallfahrt

Zwischen Wollbrandshausen und Bodensee 400 Pilger kommen zur kleinen Höherberg-Wallfahrt

„Warum habt ihr solche Angst, habt ihr noch keinen Glauben?“ Das hat der Gieboldehäuser Pfarrer Matthias Kaminski die 400 Gläubigen die zur kleinen Höherberg-Wallfahrt auf die Erhebung zwischen Wollbrandshausen und Bodensee gekommen waren, gefragt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Höherberg. Kaminski zitierte eine Passage aus dem Markusevangelium, die in der Lesung vorgetragen worden war. Von einem Fischerboot war dort die Rede gewesen, das auf dem See Genezareth in einen Sturm geriet und unterzugehen drohte. Die Jünger Jesu gerieten in Panik und weckten ihren Meister, der auf einem Kissen schlief. Er stillte den Sturm und stellte seinen Anhängern dann tadelnd die obige Frage.

 
„Fallwinde aus dem Hochland von Galiläa erzeugen aus dem Nichts heraus schwere Stürme auf dem See, die dann ebenso unvermutet wieder enden“, erläuterte der Pfarrer. Nicht wenige fürchteten, in den Stürmen des Lebens unterzugehen, zog er eine Parallele zum Leben der Gottesdienstteilnehmer. Er ermunterte die Christen dazu, Vertrauen in Gott zu setzen. Oft könnten sie sich nicht vorstellen, dass der Herr in ihrer Nähe sei. Aber wer fest daran glaube, dass Gott mit ihm Boot sitze, werde am Ende gerettet.

 
Ein Vorbild für solch ein festes Vertrauen, so Kaminski, würden die 14 heiligen Nothelfer bieten. Ihnen weihte der Hildesheimer Bischof Eduard Jacob Wedekin im Juni 1856 die Wallfahrtskapelle. Daran erinnert die kleine Wallfahrt. Nach der Messe zogen die Katholiken in einer Prozession um das Gotteshaus. 18 Messdiener aus Gieboldehausen und Wollbrandshausen, die in grüne, schwarze und rote Gewänder gekleidet waren, begleiteten den Pfarrer. Er schritt mit der gewandelten Oblate, nach dem katholischem Glauben Jesus Christus selbst, unter einem Baldachin. Herren in schwarzem Anzug mit weißer Fliege trugen diesen „Himmel“. Auch fünf Lektoren und Kommunionhelfer gingen mit.

 

Von Michael Caspar

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