Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Gehorsamer Einsatz in drei Disziplinen

50 Jahre brochthäuser Gebrauchshundesportverein Gehorsamer Einsatz in drei Disziplinen

Der Gebrauchshundesportverein (GHSV) Brochthausen feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat der Verein den Zuschlag zur Ausrichtung der Landesverbandssiegerprüfung erhalten. Die Veranstaltung findet am Sonnabend und Sonntag, 15./16. Oktober, auf dem Vereinsgelände statt.

Voriger Artikel
Kirche und Gewerkschaften
Nächster Artikel
Hakenkreuz auf Wand gesprüht

Wolfgang Dördel mit einem Belgischen Schäferhund Malinois.

Quelle: NR

Brochthausen. „Das ist das zweite Mal, dass der Deutsche Verband der Gebrauchshundsportvereine die Landesverbandssiegerprüfung an unseren Verein vergeben hat“, sagt der Vorsitzende Thomas Borchard. Bereits 1992 trafen sich die besten Hunde des Landes in Brochthausen. Dabei besteht der Wettkampf beim Vielseitigkeitssport nach der Internationalen Prüfungsordnung (IPO) aus den Bereichen Fährtenarbeit, Unterordnung/Gehorsam und Schutzdienst.

600 Schritte mit vier rechten Winkeln absuchen

„Bei der Fährtenarbeit muss der Hund die Fährte auf einer Strecke von 600 Schritt, in die vier rechte Winkel eingebaut sind, verfolgen und dabei drei Dinge aufspüren“, erklärt Borchard die Disziplin, die am Sonnabend auf dem Programm steht. Nach dem gemeinsamen Frühstück um 8 Uhr, an dem auch Gäste teilnehmen können, wird um 9.15 Uhr die erste Fährte gelegt. Da diese für die Prüfung eine Stunde alt sein muss, beginnt diese gegen 10.15 Uhr. In mehreren Gruppen bis etwa 15 Uhr absolvieren die Hunde die Prüfung. Gäste können dabei mitgehen. Ansonsten können sie sich aber auch auf dem Gelände informieren und verpflegen. Am Abend feiern die Vereinsmitglieder mit ihren Gästen das Jubiläum mit Essen und Musik im Gasthaus „Zur Erholung“ in Brochthausen.

„Sitz!“, „Platz!“ und „Steh!“ heißt es am Sonntag für die Hunde im Bereich Unterordnung / Gehorsam. Außerdem steht mit dem Schutzdienst die Disziplin an, die immer wieder für Diskussionen sorgt. „Dabei müssen die Hunde einen vermeintlich bösen Buben, suchen, stellen und verbellen“, erläutert Borchard. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehe dabei immer die Situation, in der der Hund auf den gepolsterten Arm des vermeintlich „bösen Buben“ losgehe. „Doch kein Hund ist wegen des Schutzdienstes aggressiver“, betont Borchard. Vielmehr sehe der Hund nicht den Arm, sondern die Schutzpolsterung als seine Beute, die es zu erobern gilt. „Der Mensch, der in dieser Polsterung steckt, ist dem Hund egal“, so der Vorsitzende weiter. Der Vierbeiner wolle nur seine Belohnung erobern. Das tun die Hunde beim Schutzdienst ebenso wie bei der Unterordnung ab 8.15 Uhr. Gegen 16 Uhr ist dann die Siegerehrung mit gemeinsamen Einmarsch und Aufstellung der Hunde geplant.

50 Jahre GHSV

Am Freitag, 28. Januar 1966 „trafen sich in der Gastwirtschaft Sonneborn viele Hundefreunde, um einen Gebrauchshunde-Verein zu gründen“, meldete das Tageblatt vor 50 Jahren die Gründung des Gebrauchshundesportvereins (GHSV) Brochthausen. Polizeioberwachtmeister Leimeister aus Osterode habe zu diesem Anlass über die Pflege, Aufzucht und Dressur des Hundes gesprochen und aus seiner mehr als 30-jährigen Erfahrung wichtige Hinweise geben können, hieß es weiter. „Da in diesem Interessentenkreis bereits einige gut ausgebildete Hunde vorhanden sind, hofft man, daß sie im Frühjahr die Schutzhundeprüfung ablegen und dann einige Wettkämpfe mitmachen werden.“ Mit der Nennung der Wahlen des Vorsitzenden Siegmund Brämer, dessen Stellvertreters Johannes Klapprott und des Lehrwartes Josef Klapprott endete die Meldung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter